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Maja Maranow in ihrer letzten TV-Rolle im ZDF

Krimi "Nachtschicht – Der letzte Job" Maja Maranow in ihrer letzten TV-Rolle im ZDF

Das ZDF zeigt am Montag die 13. Folge der Krimireihe "Nachtschicht". Im Nachhinein ist der Titel des Krimis auf traurige Art passend gewählt: "Der letzte Job" ist Maja Maranows letzte TV-Rolle.

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Szene aus "Nachtschicht - Der letzte Job": Die Kommissarin Lisa Brenner (Barbara Auer, r.) spricht mit Erstaufnahmeleiterin Olga König (Maja Maranow).

Quelle: Andreas Schlieter/ZDF/dpa

Berlin. Der Titel klingt nach Abschied, und wenn man sieht, wie ausgebrannt und desillusioniert sich Kriminalpsychologin Lisa Brenner durch diesen Fall schleppt, ahnt man auch, warum der Film "Der letzte Job" heißt. Ihre Feststellung, irgendwann erlebe man "einen Mord zu viel", scheint den Rückzug zu besiegeln. Die Frage ist nur noch: Steigt sie ganz aus oder nimmt sie die in Aussicht stehende Beförderung als Leiterin des Zeugenschutzprogramms beim LKA an?

"Nachtschicht" läuft seit 2003 im ZDF

Es ist vor allem diese resignierte Stimmung, die den Reiz dieses Films ausmacht, der am Montag um 20.15 Uhr im ZDF läuft. Lars Becker hat mit "Nachtschicht" (seit 2003) eine der interessantesten Krimireihen im deutschen Fernsehen geschaffen. Aus dem Rahmen fällt diese Geschichte vor allem wegen der Exponiertheit ihrer Hauptfigur: Während das Team vom Hamburger Kriminaldauerdienst sonst stets als Ensemble funktioniert, steht diesmal Lisa Brenner (Barbara Auer) im Mittelpunkt. Die Psychologin gibt sich die Schuld am Tod einer Syrerin (Pegah Ferydoni). Neben ihr spielen Armin Rohde, Minh-Khai Phan-Thi und Christoph Letkowski.

Becker (Buch und Regie) erzählt von Flüchtlingen, die in die Hand skrupelloser Schleuser geraten. Für den Drahtzieher (Adnan Maral) ist der Menschenhandel ein lukratives Geschäft, denn der Mann betreibt eine besonders perfide Form der Eheanbahnung: Er vermittelt Flüchtlingsfrauen aus Syrien an heiratswillige Männer in Deutschland. Die Sache fliegt auf, als zwei Schlepper (Florian Lukas und Robert Palfrader) in eine Polizeikontrolle geraten und den Polizisten kurzerhand ermorden.

Maja Maranow war Anfang 2016 gestorben

Fazit: Weil das Bessere stets des Guten Feind ist, muss sich jede neue "Nachtschicht"-Episode an der Qualität ihrer Vorläufer messen lassen. Deshalb ist "Der letzte Job" zwar sehenswert, aber innerhalb der Reihe nicht herausragend.

Für Maja Maranow sollte der Krimi tatsächlich der letzte Job werden: Sie war Anfang Januar gestorben. In der "Nachtschicht"-Folge spielt sie die zwielichtige Leiterin eines Flüchtlingsheims, die mit einem Schlepper befreundet ist. "Am Set war die Krankheit kein Thema. Nur eine Handvoll Leute wusste davon. Und die Kollegen, die eingeweiht waren, haben aus Respekt natürlich nicht darüber gesprochen", sagte Regisseur Lars Becker der "Bild"-Zeitung. "Es ist tatsächlich ihr letzter Film. Danach wollte sie noch ,Ein starkes Team‘ drehen, doch die Dreharbeiten musste sie dann leider abbrechen."

Die Schauspielerin Maja Maranow ist tot. Sie wurde durch Fernsehserien wie "Rivalen der Rennbahn" und "Ein starkes Team" bekannt.

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Von Tilmann P. Gangloff/wer

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