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Neue Dokureihe im Ersten untersucht Volkskrankheiten

Diagnose sehenswert Neue Dokureihe im Ersten untersucht Volkskrankheiten

Krebs, Alzheimer, Herzversagen oder Diabetes sind schwerwiegende Erkrankungen. Medienberichte über neue Erfolge oder fragwürdige Wundermittel finden reges Interesse. Die vierteilige, sehenswerte ARD-Reihe „Die großen Volkskrankheiten“ informiert ab Montag über die seriösen Möglichkeiten der modernen Medizin, um diese Leiden zu bekämpfen.

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Eine neue Strahlentherapie ist ihre Hoffnung: Familie K. kämpft am neuen Strahlenzentrum der Uni-Klinik Heidelberg gegen den Tumor im Gehirn ihres Sohnes.

Quelle: ARD

Krebs, Alzheimer, Herzversagen oder Diabetes sind schwerwiegende Erkrankungen. Millionen Menschen in Deutschland sind davon betroffen. Die Patienten und ihre Familien hoffen auf lebenserhaltende Therapien. Medienberichte über neue Erfolge oder fragwürdige Wundermittel finden reges Interesse. Die vierteilige, sehenswerte ARD-Reihe „Die großen Volkskrankheiten“ informiert ab Montag über die seriösen Möglichkeiten der modernen Medizin, um diese Leiden zu bekämpfen. Verantwortlich für die Produktion ist die WDR-Redakteurin Ulrike Schweitzer.

Im ersten Film befasst sich Maike Hemschemeier mit dem Krebs. Anhand von drei Beispielen erläutert sie „Neue Therapien für ein längeres Leben“. Über das Krebszentrum in Heidelberg lernte sie ihre Protagonisten kennen. Susanne C. hat mit 48 Jahren erfahren, dass der Knoten in ihrer Brust bösartig ist. Im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen in Heidelberg wird sie von Prof. Andreas Schneeweiß behandelt. Er konfrontiert sie mit einer frustrierenden Erkenntnis: Bei 80 Prozent aller Patientinnen hilft die Chemotherapie nicht. Den Ärzten ist die Ursache dafür nicht klar. In einer Studie, die die Möglichkeiten der modernen Molekularbiologie nutzt, wollen er und seine Kollegen herausfinden, welche Patientin eine Chemotherapie braucht und welche nicht.

Weitere Beispiele: Marios K. war 14 Monate alt, als sich herausstellte, dass er einen sehr aggressiven Gehirntumor hat, der nicht operiert werden kann. Der Kinderonkologe Olaf Witt von der Uni-Klinik Heidelberg sucht einen Ausweg. Hella von T. hat Metastasen in Milz, Leber und Nebenniere. Das ist ein Melanom im Endstadium, die Lebenserwartung liegt im Schnitt bei sechs Monaten. Sie versucht dennoch, ihr Leben zu genießen, nimmt an einem Medikamententest teil, und tatsächlich wird ihre Krankheit zum Stillstand gebracht. Niemand weiß, wie lange er dauern wird.

Für jeden dieser Patienten suchen die Ärzte nach einer möglichst individuellen Behandlungsmethode und gehen dabei ungewöhnliche Wege. Heute wissen die Mediziner, dass Patienten sehr individuell auf Therapien reagieren. In den insgesamt elf deutschen Krebszentren werden die Patienten fachübergreifend betreut. Deshalb möchte Maike Hemschemeier ihren Film auch als Ermutigung verstanden wissen, sich nicht vor den großen Kliniken zu fürchten, sondern sich nach der Diagnose Krebs in die Hände dieser Spezialisten zu begeben. Ihre Erkenntnis: Heute gibt es viele neue Ansatzpunkte bei der Krebsbehandlung. Mit neuen Medikamenten wird versucht, das Wachstum der Tumore zu stoppen; gezielte Bestrahlungsmethoden verringern Nebenwirkungen. Ein Allheilmittel aber ist bislang nicht gefunden – und vermutlich wird es das auch nie geben.

Die drei weiteren Filme befassen sich mit „Alzheimer – Hoffnung im Kampf gegen das Vergessen (18. Juli), „Herzversagen – Erfolgsgeschichte der Medizin“ (25. Juli) und „Diabetes – Die unterschätzte Gefahr“ (1. August). Schade ist nur, dass in der Dokureihe nicht auch Erkrankungen wie Rheuma, Arthrose oder Osteoporose behandelt werden. Diese könnten Thema einer Fortsetzung sein.

„Die großen Volkskrankheiten“ | ARD
Beginn der Dokureihe
Montag, 21 Uhr

Monika Herrmann-Schiel und Cornelia Wystrichowski

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