Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Fernsehen Neue Dokureihe im Ersten untersucht Volkskrankheiten
Nachrichten Medien Fernsehen Neue Dokureihe im Ersten untersucht Volkskrankheiten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:21 10.07.2011
Eine neue Strahlentherapie ist ihre Hoffnung: Familie K. kämpft am neuen Strahlenzentrum der Uni-Klinik Heidelberg gegen den Tumor im Gehirn ihres Sohnes. Quelle: ARD
Anzeige

Krebs, Alzheimer, Herzversagen oder Diabetes sind schwerwiegende Erkrankungen. Millionen Menschen in Deutschland sind davon betroffen. Die Patienten und ihre Familien hoffen auf lebenserhaltende Therapien. Medienberichte über neue Erfolge oder fragwürdige Wundermittel finden reges Interesse. Die vierteilige, sehenswerte ARD-Reihe „Die großen Volkskrankheiten“ informiert ab Montag über die seriösen Möglichkeiten der modernen Medizin, um diese Leiden zu bekämpfen. Verantwortlich für die Produktion ist die WDR-Redakteurin Ulrike Schweitzer.

Im ersten Film befasst sich Maike Hemschemeier mit dem Krebs. Anhand von drei Beispielen erläutert sie „Neue Therapien für ein längeres Leben“. Über das Krebszentrum in Heidelberg lernte sie ihre Protagonisten kennen. Susanne C. hat mit 48 Jahren erfahren, dass der Knoten in ihrer Brust bösartig ist. Im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen in Heidelberg wird sie von Prof. Andreas Schneeweiß behandelt. Er konfrontiert sie mit einer frustrierenden Erkenntnis: Bei 80 Prozent aller Patientinnen hilft die Chemotherapie nicht. Den Ärzten ist die Ursache dafür nicht klar. In einer Studie, die die Möglichkeiten der modernen Molekularbiologie nutzt, wollen er und seine Kollegen herausfinden, welche Patientin eine Chemotherapie braucht und welche nicht.

Weitere Beispiele: Marios K. war 14 Monate alt, als sich herausstellte, dass er einen sehr aggressiven Gehirntumor hat, der nicht operiert werden kann. Der Kinderonkologe Olaf Witt von der Uni-Klinik Heidelberg sucht einen Ausweg. Hella von T. hat Metastasen in Milz, Leber und Nebenniere. Das ist ein Melanom im Endstadium, die Lebenserwartung liegt im Schnitt bei sechs Monaten. Sie versucht dennoch, ihr Leben zu genießen, nimmt an einem Medikamententest teil, und tatsächlich wird ihre Krankheit zum Stillstand gebracht. Niemand weiß, wie lange er dauern wird.

Für jeden dieser Patienten suchen die Ärzte nach einer möglichst individuellen Behandlungsmethode und gehen dabei ungewöhnliche Wege. Heute wissen die Mediziner, dass Patienten sehr individuell auf Therapien reagieren. In den insgesamt elf deutschen Krebszentren werden die Patienten fachübergreifend betreut. Deshalb möchte Maike Hemschemeier ihren Film auch als Ermutigung verstanden wissen, sich nicht vor den großen Kliniken zu fürchten, sondern sich nach der Diagnose Krebs in die Hände dieser Spezialisten zu begeben. Ihre Erkenntnis: Heute gibt es viele neue Ansatzpunkte bei der Krebsbehandlung. Mit neuen Medikamenten wird versucht, das Wachstum der Tumore zu stoppen; gezielte Bestrahlungsmethoden verringern Nebenwirkungen. Ein Allheilmittel aber ist bislang nicht gefunden – und vermutlich wird es das auch nie geben.

Die drei weiteren Filme befassen sich mit „Alzheimer – Hoffnung im Kampf gegen das Vergessen (18. Juli), „Herzversagen – Erfolgsgeschichte der Medizin“ (25. Juli) und „Diabetes – Die unterschätzte Gefahr“ (1. August). Schade ist nur, dass in der Dokureihe nicht auch Erkrankungen wie Rheuma, Arthrose oder Osteoporose behandelt werden. Diese könnten Thema einer Fortsetzung sein.

„Die großen Volkskrankheiten“ | ARD
Beginn der Dokureihe
Montag, 21 Uhr

Monika Herrmann-Schiel und Cornelia Wystrichowski

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der TV-Rekord zum WM-Abschied ist für Deutschlands Fußball-Frauen kein wirklicher Trost: Fast 17 Millionen Fernsehzuschauer haben am Sonnabend die 0:1-Niederlage gegen Japan verfolgt - das ist die höchste Einschaltquote für ein Fußball-Länderspiel der Frauen im deutschen Fernsehen.

10.07.2011

Joe Bausch, im Kölner „Tatort“ Gerichtsmediziner Joseph Roth und im richtigen Leben Arzt im Knast in Werl, möchte gern noch mal Theater spielen. „Aber es klappt nicht“, sagte er dem Kölner „Express“.

09.07.2011

Die britische Opposition fordert eine schnelle Untersuchung im Abhörskandal der Zeitung „News of the World“. Es wird befüchtet, dass Beweise und Dokumente zerstört werden könnten.

09.07.2011
Anzeige