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Nachrichten Medien Fernsehen Science-Fiction-Serie „V – Die Besucher“ startet auf PRO7
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15:37 17.07.2011
Von Christiane Eickmann
Aliens als Diplomaten: PRO 7 startet am Montag das schrullige Science-Fiction-Remake „V – Die Besucher“. Quelle: Warner Bros.
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Die Außerirdischen leben bereits lange unter den Erdbewohnern, organisiert in unterschiedlichen Terrorzellen, unbemerkt als Schläfer, als Spitzel gut getarnt – unter anderem beim FBI. Irgendwann genügt ihnen dieses heimliche Dasein jedoch nicht mehr, sie gehen in die Offensive: schweben mit mehreren Raumschiffen über den Metropolen der Welt, wollen diplomatische Beziehungen aufnehmen. Die Menschen – deren Rohstoffe sie dringend benötigen – wollen sie mit einer groß angelegten Propagandaoffensive für sich gewinnen. Den Amerikanern versprechen die Aliens beispielsweise ein modernes und wirkungsvolles Gesundheitssystem – was man sich halt so wünscht als Nation.

Tatsächlich gibt es bald die ersten Wunderheilungen, viele Menschen bewundern die charismatische Alien-Anführerin Anna (Morena Baccarin), die sich mithilfe eines US-TV-Starreporters in Szene zu setzen weiß. Doch es gibt auch Skeptiker, allen voran FBI-Agentin Erica Evans (Elizabeth Mitchell, „Lost“) und Pastor Jack Landry (Joel Gretsch). Ihnen wird schnell – und zwar dramaturgisch viel zu schnell – klar, dass die Außerirdischen unter ihrer makellosen Menschenhaut reptilienartige Bösewichte sind, die darauf aus sind, die – na klar doch – Weltherrschaft zu erlangen. Gemeinsam mit Widerständler aus den Reihen der Aliens (ja, auch die gibt es) sind sie nun verzweifelt bemüht, die Welt vor dem Schlimmsten zu bewahren.

Die 2009 produzierte US-Serie „V – Die Besucher“ ist optisch aufwendig in Szene gesetzt und schafft es auch, eine solide „Wer ist für und wer ist gegen uns?“-Spannung aufzubauen. Außerdem erspart sie den Zuschauern peinliche Szenen mit albern aussehenden Aliens. Allerdings wird viel zu viel bereits in den ersten drei Folgen enthüllt.

Dies war beim Serienoriginal „V – Die außerirdischen Besucher kommen“ aus dem Jahr 1983 noch anders. Das Original, das 1988 auf SAT.1 lief, hatte auch einen anderen Ansatz: Science-Fiction als Folie für geschichtliche oder politische Entwicklungen zu nutzen. Es gab zahlreiche Anspielungen auf den Aufstieg der Nationalsozialisten in Deutschland, die Verfolgung der Juden und die Bildung von Widerstandsgruppen – eine Idee, die man deutschen TV-Zuschauern in den Achtzigern offenbar nicht zumuten wollte: Die historischen Verweise wurden in der deutschen Synchronisa­tion zensiert: Aus dem Oberhaupt der Außerirdischen, dem „Big Leader“ („Großer Führer“) wurde beispielsweise kurzerhand der „Große Denker“. Das Remake mit seinen teilweise doch ziemlich plumpen Verweisen auf aktuelle Terrorgefahren fand beim amerikanischen Publikum nicht den vom Sendernetzwerk ABC erwarteten Anklang: Bereits nach zwei Staffeln war Schluss.

PRO7 setzt mit „V“ die kleine Tradition fort, im Sommer mittelerfolgreiche, aber nun mal bezahlte US-Serien wegzusenden – mit jeweils drei Episoden am Stück. Schon 2006 hatte der Sender auf eine eingestellte Serie gesetzt, damals entwickelte sich „Surface“ in Deutschland überraschend zu einem Quotenerfolg.

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