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Fernsehen Helena geht baden - und muss (endlich) raus
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00:44 30.01.2016
Null Gleichgewicht, null Sterne: Sophia und Helena bei ihrer Dschungelcamp-Prüfung mit dem SUP.
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Hannover

Nachdem gestern zweieinhalb Männer - Jürgen, Thorsten und Menderes - im Miniauto auf einem Miniparcours einen riesigen Totalausfall hatten, schien es den Campern wohl klüger, diesmal die beiden Frauen auf die Jagd zu schicken. Die gerade gestern heftig aneinander geraten waren. Und sich auch direkt vor der RTL-Prüfung noch schön anzickten. Beide behaupten jedoch, das währenddessen ausblenden zu wollen. Wenn das mal gut geht… Der Zuschauer reibt sich gespannt die Hände und rückt die Chipstüte zurecht.

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Panikattacken, Atemnot und zitternde Knie: Sophia und Helena holen bei ihrer Dschungelprüfung „Auf Floß geht's los“ null Sterne. Auch beim Kampf um eine Schatzkiste versagen die Teilnehmer wegen Helena - und die Stimmung ist auf dem Nullpunkt.

Und es kam, wie es kommen musste: Die paranoide Helena und die pralle Sophia machten es nicht viel besser als die anderen. Kein Wunder, denn leider ging es auch diesmal um Koordination und Teamgeist. Sie mussten gemeinsam auf einem Stand-Up-Paddeling-Brett über einen See paddeln. Am Ziel hingen verschienden große Sternhälften, die sie am anderen Ufer des Sees zusammensetzen mussten.

Sie kentern und kentern und kentern

Helena tritt zwar überraschenderweise zur Prüfung an, sieht aber nicht gut aus dabei. Nachdem sie das Gleichgewicht verloren und das Brett zum Kentern gebracht hat, bekommt sie eine Panikattacke. Die Zeit wird neu gestartet und Helena steigt wieder auf das Brett. Steif und unsicher hält sie sich aufrecht. Nach dem Abholen der ersten Sternhälfte kentert sie erneut. Dann braucht Helena erstmal eine kleine Pause. Die Zeit läuft weiter. Beim Aufstehen bringt Helena das Brett wieder zum Kentern.  Doch Helena wäre nicht Helena, hätte sie nicht schon die Schuldige ausgemacht: Sophia soll sie geschubst haben.

Die paddelt von nun an alleine, Helena hält sich an ihr fest. Trotzdem findet Helena einen Grund, aufzugeben. "Noch zwei Minuten? Das schaffen wir eh nicht". Ihr Fazit: "Wir haben es versucht." Gereicht hat es nicht. Auf dem Weg zurück ins Camp schlägt Sophia vor "Du solltest mal ein bisschen Sport machen". Darauf Helena: "Das sehe ich gar nicht ein. Ich rauche jetzt erstmal eine."

Menderes ist Hausmütterchen "Mandarine"

Die daheimgebliebenen Männer haben die Zeit im Camp genutzt. Menderes für ein bisschen Camp-Arbeit - Wäsche, Abwasch, Aufräume -, ein fröhliches Liedlein auf den Lippen. Frauenrechtler Torsten erklärt ihn dafür zum Hausmütterchen "Mandarine". Immerhin: "Du bist fleißiger als jede Frau!" Gut, dass Alice Schwarzer das nicht hören muss. Thorsten selbst hält lieber ein kleines Schläfchen und bewundert seinen Körpergeruch. Sein Fazit bei der Rückkehr der beiden Damen: "Wir waren echt fleißig".

Kein Schnipsel im Kopf

Zur Schatzsuche dürfen dann alle zusammen. Diesmal ist ein gutes Gedächtnis gefragt. Die Camper müssen einer komplizierten Wegbeschreibung folgen, eine Truhe ausgraben und einen komplizierten Code eingeben, den sie sich zuvor einprägen mussten. Schon vor Beginn meldet sich Helena ab "Mir ist übel, ich bin nicht in der Lage, bei dieser Prüfung mitzumachen." Ihren Teil des Codes will sie Sophia aufs Auge drücken. Die lehnt aber ab. Demonstrativ leidend bleibt Helena auf ihrer Pritsche liegen, und beobachtet, wie die anderen um das Camp herumirren.

Helena hatte natürlich sofort verstanden, dass der Schatz im Camp ist. Vermutlich war ihr aber zu übel, um die anderen Camper darauf hinzuweisen. Und zu übel, um sich ihren Codeschnipsel zu merken. Während sie erfolglos am Schloss herumfummelt, nutzt Helena die Zeit, Sophia anzuzetern. Helena: "Ist heut nicht mein Tag."  Das findet wohl auch Sophia. Nach Thorsten schwindet nun auch bei ihr die Bereitschaft, sich Helena weiter anzuhören. Sophia spricht stattdessen allerdings mit ihren Nägeln und den umliegenden Pflanzen und singt von Wiener Schnitzeln. Auch nicht besser. Aber die Zuschauer haben ein Einsehen - und wählen Helena kurz vor Schluss aus dem Camp.

Und jetzt sind es nur noch Drei. Ihre Chancen:

Der Legatinator: Erwähnt gern, dass er 15 Jahre in der Bundesliga gespielt hat, nur wegen seiner Kinder im Camp ist und überhaupt der erste Frauenrechtler am Platz ist. Für ihn zählt nur der Sieg, für den er mit vollem Körpereinsatz und etwas irrem Blick kämpft. In den Blick der Zuschauer ist er aber erst nach seiner Konfro mit Helena geraten. Außerdem hat er sich als Ziehvater von Menderes, Kumpel von Jürgen und einer ergebnissoffenen Freundschaft zu Sophia Menschlichkeit gezeigt und damit Sympathiepunkte gewwonnen.

Menderes: Der ewige DSDS-Kandidat überraschte die Dschungel-Zuschauer mit ausgesuchter Höflichkeit und Bodenständigkeit. Er ist nicht der realitätsfremde Möchtegern-Popstar. Sondern weiß, dass er nicht singen kann, wünscht sich aber Erfolg und Bestätigung. Die bekommt er von Jürgen und Torsten. Der ruhige Menderes hat im Camp Gesichtsbehaarung und Profil gewonnen. Kaum jemandem würde man den Sieg so sehr gönnen.

Silikon-Sophia: Von RTL als Blondchen mit Mega-Vorbau eingekauft. Gibt lustige Sprüche und heiße Bilder, kalkulierten die Programmverantwortlichen. Zumal Sophia mit Kiezgröße Bert Wollersheim verheiratet ist, der gut doppelt so alt ist wie sie. Erfüllt wurde den Dschungelcamp-Machern zum Glück nur der Wunsch nach sexy Ansichten. Stattdessen entpuppte sich Sophia als hässliches Entlein, dass sich zum Schwan operieren ließ. Bodenständig, reflektiert, direkt und sympathisch. Das könnte was werden…

Von Cora Meyer

Der Legat des Tages: "Ich hab mein Leben lang draußen verbracht."

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