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Nachrichten Medien Fernsehen Anna Schudt würde eigenen Krimi abschalten
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13:33 16.10.2015
Ihren eigenen Krimi, den neuen Dortmunder "Tatort", empfindet die Schauspielerin Anna Schudt als zu düster. Quelle: Rolf Vennenbernd
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Dortmund/Düsseldorf

Der neue Dortmunder "Tatort" ist der Schauspielerin Anna Schudt (41) zu düster geraten. "Ganz ehrlich: Als Zuschauer würde ich da abschalten. Das brauche ich nicht am Sonntagabend", sagte sie der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Freitagsausgabe).

Das sind die Ermittlerteams, die derzeit im „Tatort" auf Verbrecherjagd gehen.

In "Kollaps" geht es um den von afrikanischen Kleindealern verschuldeten Tod eines sechsjährigen Mädchens, in dessen Folge fremdenfeindliche Ressentiments und Gewalt ausbrechen. Gleichzeitig warb Schudt dafür, Zuschauern viel zuzumuten. "Wenn wir so politisch korrekt bleiben wie bislang, insbesondere bei den Öffentlich-Rechtlichen, wird alles Brei", sagte Schudt. "Wir müssen uns Figuren mit Haltung erlauben, über die man dann kontrovers diskutieren kann und soll. Spannende, aufreibende, zur Diskussion anregende Geschichten finden wir eben nur in extremen Haltungen."

Weiter sprach sie sich für die Erhebung von Kriminalstatistiken mit Migrationshintergrund der Täter aus, die aber im Fall einer Veröffentlichung zwingend von Experten kommentiert und eingeordnet werden müssten, um Zusammenhänge aufzuzeigen zwischen Armut, Bildungsmangel, Perspektivlosigkeit und Kriminalität. "Eine Aussage wie '90 Prozent aller Kleindealer sind Schwarzafrikaner' führt in die Irre, selbst falls sie statistisch korrekt sein sollte. Das sind kleine Fische, arme Schweine, deren Not, Perspektivlosigkeit und Langeweile kaltblütig ausgenutzt wird."

dpa

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