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00:17 11.10.2015
Rückzug in die heile Welt der Küche: Szene aus der britischen Back-Serie "The Great British Bake Off". Quelle: dpa/Archiv
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London

Der britische Premierminister David Cameron backt gerne sein eigenes Brot, wenn er nicht gerade das Land regiert. Doch noch lieber schaut er anderen Menschen beim Backen zu und gehört damit im Vereinigten Königreich zu einer beschürzten und Generationen übergreifenden Riesenschar von Briten, die im Backfieber stecken.

Ausgelöst wurde es durch die BBC-Sendung: „The Great British Bake Off“. Zwölf Kandidaten treten mit Nudelholz und Messbecher gegeneinander an. Das Konzept: In jeder Folge, die jeweils unter einem Thema steht wie etwa Dessert, Brot oder Gebäck, fliegt jemand raus. Es ist eine Art Castingshow mit Sahnehäubchen, die alle Quoten-Rekorde bricht. Im vergangenen Jahr lockten nur zwei Fußball-WM-Spiele mehr Menschen vor den Fernseher als das Finale der TV-Amateurbäcker.

"Die perfekte Show für Großbritannien"

Am Mittwoch wurde die letzte Sendung der diesjährigen Staffel ausgestrahlt. Beim Sieg von Nadiya Hussain dürfte der nächste Rekord gefallen sein - als meistgesehene Sendung des Jahres.

Die Jury besteht aus dem berühmten Bäcker Paul Hollywood und der Kochbuch-Autorin Mary Berry, die auf der Insel im Alter von 80 Jahren fast großmütterlichen Heiligenstatus erreicht hat. Die beiden bewerten die Kuchen und Kekse, Torten und Tartes der Hobbybäcker ohne Hysterie und Boshaftigkeit, dafür mit viel englischer Höflichkeit und nachsichtigem Respekt. „Queen Victoria wäre stolz“, befand Berry einmal gegenüber einer schwitzenden Kandidatin. Kaum vorstellbar, dass es im Königreich ein größeres Lob gibt.

Britische Medien urteilen: Der Erfolg der Show zeigt, wie sich viele Menschen nach einem Rückzug in die heile Welt der Küche sehnen, wo die Herstellung von fantasievollen Torten und Desserts den Stress des Alltags vergessen lassen. Wo sich Kandidaten in Krisenminuten auch aushelfen und so die traditionellen Werte des englischen Sportsgeists wiederbeleben.

Der „Guardian“ schreibt: „Es mag die perfekte Show für Großbritannien sein.“ Und erklärt: Man lebe in einer Zeit, in der die Wörter „great“ und „britisch“ nicht gefahrlos bei vielen Dingen zusammengenommen werden könnten. „Aber beim Backwettbewerb schon.“

Von Katrin Pribyl

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