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Verneigung vor dem Horrorpapst

Stephen-King-Abend bei Vox Verneigung vor dem Horrorpapst

Thomas Gottschalk widmet Stephen King, dem „Meister des Grauens“, einen ganzen Abend bei Vox. In der zweistündigen Dokumentation kommen prominente Autoren zu Wort - natürlich auch der Meister selbst.

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Er hat bis heute 400 Millionen Bücher verkauft und ist einer der erfolgreichsten Schriftsteller aller Zeiten: Der „König des Grauens“, Stephen King.

Quelle: dpa

Er ist der unangefochtene Champion der Spannungsliteratur, Schöpfer vieler nervenzerfetzender Geschichten und ein wahrer „Meister des Grauens“. Es geht um keinen Geringeren als Stephen King, den Horrorpapst aus den USA, der bis heute weltweit mehr als 400 Millionen Bücher verkauft hat und als einer der erfolgreichsten Schriftsteller aller Zeiten gilt. Die außergewöhnliche Karriere des 67-Jährigen begann vor 40 Jahren mit der Veröffentlichung des hoch spannenden und bereits dreimal verfilmten Kultromans „Carrie“, in dem ein von seinen Mitschülern gemobbtes Mädchen grausam Rache nimmt. Aus diesem Anlass porträtiert der ehemalige „Wetten, dass ...?“-Moderator Thomas Gottschalk den im US-Staat Maine lebenden Schriftsteller.

In der zweistündigen Dokumentation werden Szenen aus Stephen Kings bewegtem Leben mit Schauspielern nachgestellt, prominente Autoren wie Frank Schätzing oder Sebastian Fitzek erzählen, was sie an den Romanen Kings schätzen, und natürlich kommt auch der Meister selbst zu Wort.

Hochbegabter Schriftsteller

Gefilmt wurde im weltberühmten Geisterhotel in Colorado, das in der Verfilmung von Kings Roman „Shining“ die Hauptrolle spielt, sowie im Haus des Schriftstellers, dessen Weltkarriere 1974 mit „Carrie“ startete. Es folgten zahlreiche Romane wie „Christine“, „Friedhof der Kuscheltiere“, „Sie“ oder „The Green Mile“, von denen viele mit Stars wie Kathy Bates oder Tom Hanks verfilmt wurden – Stephen King schuf wie vielleicht kein anderer Autor der Gegenwart populäre Mythen und wird mittlerweile auch von der seriösen Literaturwissenschaft ernstgenommen.

Er selbst schätzt sich nach eigenem Bekunden zwar lediglich als reinen Unterhaltungsautor und kommerziell versierten Vielschreiber ein, doch sein kreatives Potenzial und seine Begabung für die Errichtung tragfähiger Spannungsbögen über mehrere Hundert Seiten hinweg weisen ihn als hochbegabten Schriftsteller aus.

Den Schrecken und die Abgründe des Lebens schilderte Stephen King aber nicht nur in seinen Romanen, er erfuhr sie auch am eigenen Leib. So litt der Erfolgsautor jahrelang unter seiner Alkohol- und Kokainabhängigkeit, die er erst mit einer Therapie in den Griff bekam. Für den tiefsten Einschnitt in seinem Leben sorgte aber 1999 ein schwerer Unfall, als der am Straßenrand entlanggehende Autor von einem betrunkenen Autofahrer erfasst und schwer verletzt wurde. King erwarb später das Unfallauto und zerstörte es am ersten Jahrestag des Unglücks eigenhändig, um es als Handelsobjekt aus dem Verkehr zu ziehen

Von Martin Weber

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