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Was wurde eigentlich aus Thomas Ohrner?

Wiedersehen mit Freunden Was wurde eigentlich aus Thomas Ohrner?

„Timm Thaler“ machte Thomas Ohrner zum Kinderstar. Er spielte auch noch Manni, den Libero. Aber heute ist er lieber Moderator. Und das Gegenstück zum Bad Guy Charlie Sheen.

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Thomas Ohrner als „Timm Thaler“ mit den Darstellern Horst Frank (links) und Richard Lauffen.

Quelle: ARD

München. Ach ja, sein Lächeln war aber auch wirklich süß. So süß, dass Thomas Ohrner, von vielen immer noch liebevoll Tommi genannt, wäschekörbeweise Herzchenfanpost bekam. Es war Weihnachten 1979, da verkaufte er als "Timm Thaler" im gleichnamigen ZDF-Mehrteiler sein unwiderstehliches Lachen an den geheimnisvollen und fiesen Baron Lefuet (rückwärts gelesen Teufel) alias Horst Frank. Unzählige Zuschauer litten Woche für Woche mit diesem armen Waisenjungen, der nichts mehr zu lachen hatte und doch alles tat, um sein Lachen zurückzubekommen.

Durch die Rolle wuchs der Bekanntheitsgrad des damals 14-Jährigen mit den wuscheligen braunen Locken schnell. Auch wenn er vorher schon in der Serie "Das Haus der Krokodile" die Hauptrolle spielte – erst Timm machte Tommi berühmt. Plötzlich hing sein "Bravo"-Starschnitt in unzähligen Mädchenzimmern – darauf durfte er allerdings wieder lächeln. Als er zwei Jahre später den Fußballer Manni, den Libero, mimte, hatte er auch die Jungen auf seiner Seite. Danach ebbte die Fernsehpräsenz von Thomas Ohrner etwas ab.

Erste Fernsehrolle mit vier

Anders als bei anderen Kinderstars war dies nach eigenen Aussagen durchaus gewollt. Der "Süddeutschen Zeitung" sagte Ohrner vor einigen Jahren, dass er sich mit 17 oder 18 Jahren bewusst gegen die Schauspielerei entschieden hätte. Er fand, das Metier sei "ein launischer Beruf". Und irgendwie hatte Ohrner ja auch seit frühester Kindheit schon ausreichend Fernsehluft geatmet.

Von 2007 bis 2010 spielte Thomas Ohrner in der ARD-Serie "Verbotene Liebe" mit.

Quelle: Jörg Carstensen

Noch in den Windeln, mit acht Monaten, nimmt ihn seine Mutter mit zu Werbeaufnahmen – und was macht der Kleine dort? Das, was er am besten kann: Er lächelt für Margarine und Waschmittel. Mit vier Jahren bekommt er seine erste Fernsehrolle in "Hurra, unsere Eltern sind nicht da" und spielt an der Seite von Uschi Glas und Hans-Jürgen Bäumler einen kleinen Knirps, der mit seinen Geschwistern die Abwesenheit der Eltern genießt.

Früh beginnt auch seine Karriere als Synchronsprecher – anderen eine Stimme leihen, das macht er bis heute noch gern. Wer also alte "Heidi"-Folgen sieht, kann ihn hören, den Tommi, als Geißenpeter.

Drei Jahre "Verbotene Liebe"

Mit 17 Jahren entscheidet sich Ohrner dann für ein Volontariat bei einem Hörfunksender, das Abitur lässt er dafür sausen. Die Arbeit in verschiedenen Radioredaktionen gefällt ihm, dazwischen macht er immer mal wieder einen Abstecher ins Fernsehen: Als Moderator in "Lass Dich überraschen", "Glücksrad" oder im "ZDF Fernsehgarten" ist er anzutreffen, immer freundlich, immer lächelnd.

Doch ganz und gar hat Thomas Ohrner der Schauspielerei dann doch nicht abgeschworen. In der Endlosserie "Verbotene Liebe" mischte er drei Jahre mit. Bis ihm die Fahrerei zwischen dem Produktionsort Köln und dem kleinen Wohnort im Münchner Süden, dort lebt er mit seiner Frau und drei Kindern, zu viel wird.

Gegenstück zu Charlie Sheen

Er sei ein Familienmensch, betont Thomas Ohrner gerne – ein freundlicher dazu: "Ich bin einfach nicht der Bad Guy, ich bin nicht Charlie Sheen mit seinen Exzessen, sondern auf Konsens angelegt." So ist es. Und deshalb ist Thomas Ohrner bis heute ein beliebter Moderator mit Schwiegersohncharme geblieben. Kürzlich ist er 50 Jahre alt geworden. Doch sein Jungenimage ist noch da.

Den Timm Thaler mag Ohrner immer noch. Wie sagte er mal so schön – "den Timm kriegst du nicht weg", um gleich hinterherzuschieben: "Ich will ihn aber auch gar nicht wegkriegen." Bestimmt hat er nach diesem Satz gelacht.

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