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Staatsfernsehen zensiert Obama-Interview

Singapur Staatsfernsehen zensiert Obama-Interview

Weil das Thema Homosexualität nicht familienfreundlich ist, wurde eine Stelle eines TV-Interviews zwischen US-Talkerin Ellen DeGeneres und US-Präsident Barack Obama einfach rausgeschnitten. Aktivisten in Singapur kritisieren das Verhalten des Staatsfernsehens.

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Aus dem Interview von Barack Obama und Moderatorin Ellen DeGeneres wurde eine Stelle herausgeschnitten.

Quelle: Shawn Thew

Singapur. Singapurs staatlicher Sender hat Äußerungen von US-Präsident Barack Obama nicht veröffentlicht. Der Grund: Der Präsident hatte US-Moderatorin Ellen DeGeneres wegen ihres Einsatzes für die Rechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender-Menschen (LGBT) gelobt. Die Programmrichtlinien schrieben vor, dass zwischen 6 Uhr und 22 Uhr nur für Familien geeignetes Material gesendet werden dürfe, sagte Lee Hung Sheng der Zeitung "Straits Times". Er ist unter anderem für das Programm auf dem Sender Channel 5 verantwortlich, auf dem das Interview ausgestrahlt wurde.

Homosexuelle werden diskriminiert

Die Behörden in Singapur verfolgen Schwule auf Geheiß der Regierung nicht. Aktivisten kritisierten diese Zensur dennoch. "Die Regierung trägt weiter dazu bei, dass gegen LGBT diskriminiert wird und sie Gewalt ausgesetzt sind", sagte Jean Chong von der Lesbengruppe Sayoni. Niemand sei so einflussreich wie DeGeneres gewesen, um die Einstellung der Menschen zu Schwulen und Lesben zu ändern, sagte Obama. Die Komikerin hat schon in den 1990er Jahren öffentlich gemacht, dass sie lesbisch ist.

dpa

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