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Models, die an Mikros wollen

Vom Laufsteg zur Fernsehshow Models, die an Mikros wollen

So manche Laufsteg-Schönheit träumt von einer Zweitkarriere als TV-Moderatorin. Doch nur wenigen gelingt der Durchbruch. Was machen Sylvie Meis und andere richtig?

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Lena Gercke hat geschafft, wovon viele Models träumen: Sie hat einen Moderatorenjob bei „The Voice of Germany" ergattert.

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Quelle: Rolf Vennenbernd

Lena Gercke hat es geschafft: Die schöne Blondine, Siegerin der ersten Staffel von „Germany’s next Topmodel“, ist in die Fußstapfen von Heidi Klum getreten. Als Model kann sie ihr zwar nicht das Wasser reichen, als Moderatorin aber sehr wohl: Gercke saß schon in der Jury von „Das Supertalent“, jetzt wird sie zum Sendergesicht von Pro7 und darf neben der Samstagabendshow „Prankenstein“ auch die Castingsendung „The Voice of Germany“ präsentieren. Von einer Zweitkarriere als TV-Moderatorin träumen auch andere Laufsteg-Schönheiten, doch nicht jeder gelingt so wie Lena, Heidi oder dem niederländischen Fotomodel Sylvie Meis („Let’s Dance“) der Durchbruch.

Gleich mehrere Kandidatinnen aus Klums Laufsteg-Show „Germany’s next Topmodel“ sind gescheitert: Sarah Knappik versuchte sich als Co-Moderatorin bei einer Oscarverleihung, Sara Nuru (Siegerin von Staffel vier) war kurzfristig Co-Moderatorin eines Sat.1-Reisemagazins, und die zeigefreudige Micaela Schäfer führte durch das Trashformat „Jungfrau sucht die große Liebe“ auf RTL2. In allen Fällen war bald wieder Schluss - gut aussehen allein reicht eben nicht

Die professionelle Moderatorin Christina Weiss rät Menschen, die Interesse an dem Beruf haben: „Nicht einfach nur ablesen, sondern verstehen, was man sagt“. Doch genau das scheint so mancher Quereinsteigerin aus der Modelbranche schwer zu fallen. Selbst die erfahrene Heidi Klum ist vor ätzender Kritik nicht gefeit - ihre Präsentation sei „hölzern“, „höllisch langweilig“ und „kaum mehr zu ertragen“ gewesen, lästerten Beobachter nach einem Finale von „Germany’s next Topmodel“. Und sind monoton wiederholte Sätze wie „Ich habe heute leider kein Foto für dich“ nun ein Stilmittel oder doch nur ein Armutszeugnis?

Auch Verona Pooth ist ein Beleg dafür, dass der Job als Moderatorin anspruchsvoller ist, als manche glauben mag: Die Exfreundin von Dieter Bohlen, die früher Verona Feldbusch hieß, war zuerst Model und kam dann zur RTL2-Sendung „Peep“. Dabei wirkte sie ungelenk und verplapperte sich permanent, hatte aber dennoch Glück: Veronas verbale Ausrutscher wurden zum häufig parodierten Kult.

Selbst ein ganz großer Name schützt nicht vor einer üblen Bauchlandung. Supermodel Claudia Schiffer hatte mit der Castingshow „Fashion Hero“ auf Pro7 kein Glück. „In der ersten Folge brachte sie kaum zwei Sätze am Stück über die Lippen“, lästerten Kritiker. Jahre zuvor war schon Schiffers RTL2-Talkshow „Close up“ nach nur einer Folge abgesetzt worden. Die Topmodels Bar Refaeli („Million Dollar Shooting Star“, Sat.1) oder Eva Padberg („Das perfekte Model“, Vox) blieben mit ihren Sendungen ebenfalls erfolglos. Auch Mannequin Liliana Matthäus, die ehemalige Freundin des Ex-Fußballstars Lothar Matthäus, versuchte sich als Castingmama - doch das Experiment „Lilianas Modelschule“ wurde von RTL innerhalb der Sendung „Punkt 12“ sang- und klanglos abgespult. Für andere läuft es besser: Rebecca Mir zum Beispiel, die mit Heidi Klums „Topmodel“-Show bekannt wurde, darf an der Seite von Daniel Aminati durch „taff“ auf Pro7 führen. Das aus Rio stammende Model Jana Ina Zarrella ist für den Frauensender TLC im Einsatz. Und Collien Ulmen-Fernandes, die Gattin von „Tatort“-Star Christian Ulmen, posierte in Werbefilmen und für Versandhäuser, ehe sie als Moderatorin beim Musiksender „Viva“ den Durchbruch schaffte.

Übrigens wagen bisweilen auch Männermodels ihr Glück als TV-Moderatoren, einige sogar mit Erfolg: Jorge Gonzalez etwa, der fröhliche Kubaner mit den waffenscheinpflichtigen High Heels, ist bei RTL als Tanz-Juror aktiv. Und Alexander Mazza („Herzblatt“), der früher unter anderem für Karl Lagerfeld posierte, darf sogar die Nachfolgeshow des ARD-Klassikers „Musikantenstadl“ moderieren. Fragt sich nur, ob er damit den Musikgeschmack von Modepapst Karl trifft.

Von Cornelia Wystrichowski

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