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"Goodbye Deutschland!": Wer hat es geschafft?

Zehn Jahre Dokusoap "Goodbye Deutschland!": Wer hat es geschafft?

"Goodbye Deutschland", die Mutter aller Auswanderer-Dokus, wird zehn Jahre alt. Über 350 Deutsche hat die Sendung bei ihrem Neustart im Ausland begleitet. Für die meisten platzte der Traum aber schon nach kurzer Zeit – nur zwei von den hunderten Teilnehmern haben es wirklich geschafft.

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Sie hatten die Nase voll vom Leben in Deutschland, wanderten aus – und wurden berühmt: Familie Reimann und Daniela Katzenberger.

Quelle: dpa

Sie haben die Nase voll vom Leben in Deutschland, von schlechtem Wetter, mickrigen Mietwohnungen und langweiligen Jobs: Die Auswanderer, die Deutschland verlassen und sich dabei für die schräge Reihe "Goodbye Deutschland" filmen lassen, träumen von der großen Freiheit in der Fremde. Heute feiert der Privatsender Vox den zehnten Geburtstag des Auswandererformats mit einem Special, das die Höhepunkte seit 2006 Revue passieren lässt und dabei auf jene Auswanderer eingeht, die mit der Reihe zu Stars des Realityfernsehens geworden sind – allen voran Daniela Katzenberger.

Ob nach Monaco oder auf die Karibikinsel Martinique, nach Kanada oder ins thailändische Koh Samui – Zehn Jahre lang hat "Goodbye Deutschland!" über 350 Auswanderer begleitet. Doch nur zwei konnten ihren Traum verwirklichen.

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Die heute 29-Jährige hat es geschafft, ihre mit "Goodbye Deutschland" gewonnene Popularität zu versilbern. Die Kultblondine aus dem pfälzischen Ludwigshafen war 2010 in der Dokusoap zu sehen, sie strebte damals eine Modelkarriere in den USA an. Später eröffnete die Kosmetikerin mit den viel belächelten tätowierten Augenbrauen auf Mallorca unter Kamerabegleitung ein Café, wurde zum Publikumsliebling und durfte sogar in einem ARD-Film als Krimiheldin ermitteln. Vor wenigen Wochen ließ die "Katze" ihre glamourös inszenierte Hochzeit mit Lucas Cordalis live im Fernsehen übertragen.

Erfolgreich erst mit der Rückkehr nach Deutschland

Die Jubiläumsfolge blickt auf Katzenbergers Anfänge in der Sendung zurück und beleuchtet die kuriose Karriere der Pfälzerin. Auch Kult-Auswanderer Konny Reimann fehlt in dem Special nicht, der vor Jahren von Hamburg nach Texas zog und in seiner Wahlheimat die Ferienanlage "Konny Island" errichtete. Der Cowboy im Blaumann warf Bücher und Grillsoßen auf den Markt, machte TV-Reklame für Milchreis und gastiert regelmäßig in Sendungen wie "Der große Promi-Kegelabend".

Sein Auswandererkollege Chris Töpperwien wiederum, der ebenfalls mit der Dokusoap bekannt wurde und in Los Angeles als Würstchenbräter reüssiert, gehörte jüngst zu den Teilnehmern der RTL-Realityshow "Das Sommerhaus der Stars". Es ist eine eigenartige Spezies von Stars, die das Format hervorgebracht hat: bei Zuschauern von Realityshows und Partybesuchern auf Mallorca hoch populär, dem Rest der Nation mehr oder weniger unbekannt. Ihnen haftet ein Makel an, der sich vielleicht sogar mit der Vox-Serie erklären lässt, dem sie ihren Erfolg verdankt: Die Teilnehmer mussten Deutschland erst – vorgeblich – den Rücken kehren, um hier prominent zu werden.

Geschichten von Pleiten, Pech und Pannen

Insgesamt begleitete die Sendung bislang in etwa 400 Folgen mehr als 350 von Fernweh geplagte Männer und Frauen ins Ausland und filmte die Gehversuche der Abenteuerhungrigen in Australien, Finnland, Thailand, Südafrika oder Kanada. Oft bringen die TV-Teams Geschichten von Pleiten, Pech und Pannen mit, und manchmal platzt der Traum von Freiheit und Abenteuer. So wie bei Familie Mermi-Schmelz, die vor acht Jahren nach Brasilien auswanderte und seit einem Jahr wieder in Deutschland lebt – die Familie führt als Gastgeber durch das Special der Dokusoap.

Fans des TV-Dauerbrenners können sich den 29. August vormerken: Dann zeigt Vox ein Mallorca-Special, das sich unter anderem um die beruflichen Gehversuche der Dschungelshow-Teilnehmer Helena Fürst und Menderes Bagci auf der Baleareninsel dreht.

Von Cornelia Wystrichowski

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