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Erdogan soll nicht zum "Running Gag" werden

"extra 3"-Moderator Christian Ehring Erdogan soll nicht zum "Running Gag" werden

Mit dem Satirebeitrag "Erdowie, Erdowo, Erdogan" sorgte das NDR-Magazin "extra 3" für Aufsehen. Moderator Christian Ehring will den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan aber nicht als "Running Gag" verheizen.

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Moderator Christian Ehring (43) hofft, dass sich die Wogen nach dem Wirbel um ein Erdogan-Video in seiner Satire-Sendung "Extra 3" demnächst wieder glätten.

Quelle: Screenshot/NDR

Düsseldorf/Washington. "extra 3"-Moderator Christian Ehring (43) hofft, dass sich die Wogen nach dem Wirbel um ein Erdogan-Video in seiner Satire-Sendung demnächst wieder glätten. "Es gibt letztlich Wichtigeres, als sich über einen Satire-Beitrag zu streiten", sagte er der " Rheinischen Post". 

YouTube-Video sorgt für diplomatischen Wirbel

Die "extra 3"-Redaktion postete den Song "Erdowie, Erdowo, Erdogan" bereits am 17. März auf YouTube. Journalisten der NDR-Satire-Sendung hatten darin kritisiert, dass Erdogan mit seiner Politik Meinungsfreiheit und Menschenrechte verletze. Der Beitrag des Satire-Magazins mit der Musik von Nenas Hit "Irgendwie, irgendwo, irgendwann" enthält Textzeilen, wie "Ein Journalist, der irgendwas verfasst, was Erdogan nicht passt, ist morgen schon im Knast". Schnell sorgte der Clip für diplomatischen Wirbel: Um gegen das knapp zweiminütige Video zu protestieren, bestellte das Außenministerium in Ankara den deutschen Botschafter Martin Erdmann ein.

Dieses Vorgehen wollte "Extra 3" offenbar nicht unkommentiert lassen und kürte den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan in der Folgesendung des Magazins zum Mitarbeiter des Monats. Ehring will jedoch nicht, dass daraus ein "Running Gag" wird. "Wenn Erdogan aber den Botschafter ausweist, ist das für uns wieder ein Thema. Der Ball liegt jetzt wieder bei ihm.

Erdogan fordert Medien zu fairem Umgang auf

Der türkische Präsident hat die Medien bei aller Kritik zu einem fairen Umgang mit der Politik aufgefordert. "Wir sollten Kritik nicht mit Beleidigungen und Diffamierung verwechseln", sagte der Staatschef im Interview mit dem Sender CNN am Donnerstag (Ortszeit). Es müsse Grenzen geben, auch für Satire.

Es sei nicht in Ordnung, ein Thema in einer Karikatur bis zur Unkenntlichkeit zu verbiegen, sagte Erdogan in der CNN-Sendung "Amanpour". Es sei nur natürlich, dass er in so einer Situation Rechtsanwälte einsetze, um zu seinem Recht zu kommen. Im Interview mit der CNN-Journalistin Christiane Amanpour betonte Erdogan, dass er keinen Krieg gegen die Medien führe. "Wir haben nie etwas getan, um die Medienfreiheit einzuschränken." Die türkische Regierung habe viel Geduld gezeigt.

are/dpa

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