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Netzgeflüster Kurioses bei Wikipedia
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12:01 13.01.2011

Obwohl man im Alter von zehn Jahren noch nicht erwachsen ist, wie auch manche pubertär-aufgeregte Löschdiskussion bei Wikipedia beweist, ist für viele ein Leben ohne dieses ständig wachsende Online-Lexikon kaum noch denkbar – privat, in der Schule und Uni oder im Beruf. Und obwohl die freiwilligen Mitarbeiter nicht gerade im Ruf stehen, unter zu viel Humor zu leiden, gibt es auch wunderbar witzige, kuriose oder skurrile Einträge.

Selbst dem Medienthema dieser Woche, dem RTL-Dschungelcamp, widmet das Lexikon einen wirklich ernst gemeinten und recht ausführlichen Eintrag, der schon – Aktualität ist Pflicht! – die Namen der neuen Teilnehmer dieser Show auflistet mit entsprechenden Links. Nur über das Model Sarah Knappik, die vom Freitag an auch von Kakerlaken gebissen wird, weiß Wikipedia bisher nichts.

Dafür aber über den enormen Publikumserfolg dieser Sendung: „Das Finale der vierten Staffel (Anfang 2009) wurde wie bereits bei der dritten Staffel parallel zu der ZDF-Show ,Wetten, dass..?’ ausgestrahlt. Trotz der starken Konkurrenz konnte die letzte Ausgabe der vierten Staffel 7,17 Millionen Menschen insgesamt und 4,63 Millionen werberelevante Zuschauer (37,5 Prozent Marktanteil) erreichen.“ Na, dann ...

Wem das nicht kurios genug ist, der sollte mal im Lexikon sich zu der Seite de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Kuriositätenkabinett durchklicken.

Sie ist wirklich eine bisweilen auch lustige Fundgrube für Leute, die mit unnützem Wissen andere beeindrucken möchten, Oder die sich auf die Eine-Million-Frage bei Günther Jauch vorbereiten wollen. Dort erfährt man beispielsweise, dass es eine Ernst-Thälmann-Insel gibt, die einst zur DDR gehört hat. Dazu heißt es: "Am 19. Juni 1972 überreichte der kubanische Staatspräsident Fidel Castro, anlässlich eines Staatsbesuches in der DDR, Erich Honecker eine Landkarte, in welcher die Cayo Ernest Thaelmann (,Ernst-Thälmann-Insel’) und die Playa RDA (,Strand der DDR’) verzeichnet wurden.“ Leider kann die heutige Bundesrepublik damit nichts mehr anfangen, weil die damalige Schenkung rein symbolisch gewesen ist. Schade!

Auch Sexuelles ist gut für diese Kuriositätenkabinett. So findet man tatsächlich Einträge zum Big-Sister-Bordell in Prag, zum Raupenfetischismus und zum sogenannten Pornobalken. Aber selbst die Auswahl an seltsamen Tieren (Heißköpfiger Nackteisbohrer!) ist enorm.

Und wer immer schon wissen wollte, was Schnitzelmitkartoffelsalat mit dem Internet zu tun hat, der sollte mal schnell virtuell bei Wikipedia nachschlagen.

Kommentare
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Noch ist ein wenig Zeit: Bis 14 Uhr am 24. Dezember kann nämlich jeder im Blog Twitkrit abstimmen bei der Wahl des Twitter-Spruchs des Jahres. Vorausgewählt sind insgesamt zehn sogenannte Tweets, darunter Perlen wie: „Über Gott gelacht. Jetzt kein Klopapier. Keiner reagiert schneller.“

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