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Netzgeflüster Muslime rufen zum Boykott von Stefan Raab auf
Nachrichten Medien Netzgeflüster Muslime rufen zum Boykott von Stefan Raab auf
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22:17 03.11.2009
Quelle: Screenshot

Seit 1999 gibt es dieses Internet-Portal bereits, das - so Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Muslim-Markt) - von türkischstämmigen Schiiten betrieben wird und der iranischen Regierungspolitik nahe steht. Aufgerufen wurde von ihm in der Vergangenheit also schon zum Kaufboykott von israelischen Produkten, von Coca-Cola, aber auch von der Berliner "taz". Anlass war in letzterem Fall die angeblich islamfeindliche Haltung des Blattes. Und aus ganz ähnlichen Gründen hat es nun Stefan Raab erwischt.

Er hat in "TV total", seiner Sendung vom 14. Oktober auf Pro 7, nämlich die unter anderem von Christian Ströbele ("Grüne") angestoßene Diskussion um bei uns einzuführende islamische Feiertage satirisch veralbert, zugegeben auf recht deftige Weise. Das jedoch kennt man von ihm und lässt sich bisweilen auch aus gutem Grund kritisieren. (Kritisieren, aber nicht verbieten, liebe Muslime!!!) An diesem Tag sagte er also: "Was für islamische Feiertage gibt es, wir haben sie einmal für sie aufgelistet, da können sie sich einen aussuchen, z.B.: Allahheiligen, Gründönerstag, Ayschemittwoch, Christi Kümmelfahrt, Isch-fick-deine-Muttertag." (Zitiert nach Muslim-Markt)

Über diesen Scherz kann man lachen oder nicht, man kann über ihn streiten, ja, ihn für geschmacklos halten. Aber dass damit gleich ein großer Teil der Menschheit beleidigt wird, ist doch arg übertrieben. So schreibt der Muslim-Markt (http://www.muslim-markt.de/forum/messages/1169.htm): "Sein Rundumschlag war nicht nur eine Beleidigung gegen den Islam und die Muslime, sondern auch gegen das Christentum und die Christen, nur mit dem Unterschied, dass verbeamtete Kirchendiener sich kaum dafür interessieren. Die letzte Bezeichnung aber sprengt alle Grenzen von Menschlichkeit!" Kurzum: der Scherz (und besonders der "Muttertag") ist angeblich menschenfeindlich. Das gefährdet, meint der Muslim-Markt, sogar das Zusammenleben von Christen und Muslime in unserem Land. Und daher sollte man Raabs-Sendung boykottieren.

Danach herrscht bestimmt Friede, Freude, Kebab in unserem Land, wie beispielsweise im Iran. Und da sei Allah, Gott oder sonst wer vor.

eco

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