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iPad: Nur gefragter Schrott?

Apple-Spielzeug iPad: Nur gefragter Schrott?

Es ist schon verrückt, der Apple-Guru Steve Jobs hat es wohl wieder einmal geschafft: Nach dem iPod, dem iPhone ist nun offenbar das iPad das Maß aller Dinge, ja, es hat das Bedürfnis nach etwas geweckt, was im Grunde keiner wirklich benötigt.

In weniger als einem Monat wurde von dem flachen Brett nämlich allein in den USA eine Million Exemplare verkauft. Und in diesem Zusammenhang ebenfalls 1,5 Millionen eBooks und 12 Millionen Apps (Zahlenangaben aus dem Blog Basic Thinking). Dabei wurde und wird viel über das relativ teure Gerät gelästert. Auch von dem satirischen Schweizer Blog Lupe. Dort steht in gepflegter Kleinschreibung unter der Überschrift „iPad: Schrott als Hype verkaufen“:

„wie kann man etwas kaum nützliches, sperriges, als renner vermarkten:

1 . man nehme eine kultmarke, die viele betriebsblinde anhänger hat, die alles kaufen, was mit ,i’ beginnt. (mac/apple)

2. man nehme einen kult-gegenstand dieser marke (iphone)

3. man bringe das gleiche ding in einer anderen grösse

4. dabei kann man ruhig ein paar funktionen des vorgängers weglassen.

5. man verkaufe es in den medien als kultige weltneuheit 6. man beginne mit dem verkauf an einem bestimmten tag um mitternacht"

Und dann folgt noch eine Gegenüberstellung von iPad und Netbook, die beweisen soll, dass die iPads „unnützer Schrott“ sind. Schließlich haben die wesentlich billigeren Netbooks mehr zu bieten als das teure Apple-Spielzeug, das aber dennoch massenhaft gekauft wird. Wohl auch zukünftig bei uns nach dem geplanten Verkaufsstart Ende Mai, wenn nicht auch der wieder verschoben wird.
Inzwischen gibt es auch erste Zahlen aus den USA wie sich das iPad und Amazons elektronisches Lesegerät Kindle auf dem Buchmarkt auswirken.

Jedenfalls nicht ganz so radikal, wie von manchen erwartet. Demnach, schreibt das Blog Basis Thinking, „kaufen die Besitzer der genannten Gadgets weiterhin mehr Bücher in gedruckter als elektronischer Form. Diese Einschätzung basiert auf den Ergebnissen einer Untersuchung, die die Codex Group im vergangenen Monat unter 6.700 Buchkäufern mit E-Reader durchgeführt hat.“ In Zahlen ausgedrückt: Nur 37 Prozent der befragten Kindle-Besitzer haben bisher ihre Bücher als elektronische Bücher, also eBooks, erworben, bei den iPad-Besitzern sind dies allerdings bereits 46 Prozent.

Doch wer Apples geschickte PR kennt, der weiß, dass sich der Anteil der eBooks noch erheblich erhöhen wird. Und nicht nur bei Sehbehinderten, für die diese Lesegerät dank der besseren Hintergrundbeleuchtung der Schrift ein wahrer Segen sein soll.

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