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Einblicke in die Wikipedia

Wiki-Watch Einblicke in die Wikipedia

Eines kann man den Wikipedia-Mitarbeitern nicht nachsagen: dass sie Humor besitzen. Besonders wenn es um ihre Arbeit an diesem größten Lexikon im Netz geht.

Da ist nämlich an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder mit Wiki-Watch (wiki-watch.de) ein neues Projekt gestartet wurden, das für detaillierte Einblicke in die alltäglichen Arbeitsabläufe der deutschen Version der Wikipedia sorgen soll.

Ein Projekt, über das wegen der großen Bedeutung des Online-Lexikons mehrere Medien sofort berichtet haben. Und es gab dann auch bald einen Eintrag über Wiki-Watch bei Wikipedia selbst. Der allerdings wurde wieder nach kurzer Löschdebatte gelöscht wegen angeblich mangelnder Relevanz. Obwohl eines der wichtigsten Wikipedia-Relevanzkriterien ist, dass über einen Lexikoneintrag in anerkannten Medien berichtet wurde – genau wie eben im Falle von Wiki-Watch.

Dabei muss sich Wikipedia beileibe nicht verstecken, ja, es ist eine unglaubliche Erfolgsgeschichte mit imposanten Zahlen, die übrigens auch von der Seite von Wiki-Watch stammen. Demnach gab es am vergangenen Dienstag 1.159.776 Artikel, die an diesem Tag 28,32 Millionen mal angeklickt wurden. Außerdem haben 2546 angemeldete Mitarbeiter an dem Tag an 9947 Artikeln gearbeitet. Und das allein in der deutschsprachigen Ausgabe dieses internationalen Lexikons! Kompliment!

Aber es gibt noch mehr detaillierte Zahlen bei Wiki-Watch, die sich vor allem auf den vergangenen Dienstag beziehen: meist gelesener Artikel war mit knapp 70.000 Klicks der über Baden-Württemberg, die stärksten Veränderung gab’s beim Text über Adolf Hitler, gesperrt wurde ein Artikel über „Neger“, die meisten Löschanträge gibt es zu dem lustigen Spaß-Lexikon Kamelopedia.

Und der fleißigste Mitarbeiter ist ein User, der sich Pessottino nennt. Und es sind wohl besonders die Zahlen über Mitarbeiter von Wikipedia, die von den Lexikon-Autoren als störend empfunden werden. Wer will schließlich schon dokumentiert bekommen, dass er die meisten Löscheinträge gestellt oder die meisten Seiten gesperrt hat. Das macht sich einfach nicht gut.

Genau das und noch viel mehr will Wiki-Watch nun aufdecken. Oder mit den Worten der „Watchisten“: „Wer eigentlich bestimmt, was wir in Wikipedia nachschlagen können? Wo tobt ein Edit War? Wer sind / was machen die 298 Administratoren? Welche Artikel sind gesperrt? Wo wehren sich Betroffene - zu oft vergeblich - gegen falsche Darstellungen? Wie kann man sich gegen falsche Darstellungen oder Verleumdungen in Wikipedia wehren?“

Und, das ist besonders interessant: Es sollen (und werden) die Einträge im Lexikon nach ihrer Korrektheit bewertet. Und das wird noch für manchen Streit sorgen.

eco

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