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Spaß mit Google und dem Bildungsverein

Es wird Winter!

O weh! Seit Sonnabend ist es amtlich! Weihnachten steht vor der Tür und damit auch das neue Jahr. Da mögen gerade in diesem Augenblick noch so viele Leute nebenan im neuen Straßencafé sitzen und bei dreißig Grad im Schatten schwitzen.

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© Screenshot

Ändern kann man das nicht mehr. Am Sonnabend nämlich schickte mir der hannoversche Bildungsverein - flottes Motto: „Fairständigung ist unser Job“ - sein aktuelles
Herbstprogramm zu und beigelegt war ein Kalender für 2010.

Das geschieht jedes Jahr wieder, kurz vor der Spekulatius-Zeit Anfang September. Und sofort bekam ich erste frostige Wintergefühle, die auch nicht durch das gar schrecklich langweilige Gekicke von Hannover 96 abgemildert wurden. Ganz im Gegenteil! Und was gibt es Neues im Bildungsverein? Nun, Kurse wie "Kompetenz und Kompensation bei Odo Marquard“, „Körper- und Bewusstseinsarbeit“, „Die Kunst des Vorlesens“ oder „koreanisch, amerikanisch und eritreisch Kochen“. Ist ja eh alles dasselbe. Oder? Was
allerdings fehlt, ist ein Kurs für die 96er: „Wie man Tore schießt und warum!“

Und nun unser sonntäglicher Blog-Tipp, dem wir dem vorzüglichen "Lupe, der Satire-Blog" verdanken. Wer freche Satire mag, der sollte regelmäßig mal auf die Netzseite von Tim Silber schauen, der seinen Blog – musste wohl sein – „Reden ist Silber“ getauft hat. In aktuellen Beiträgen geht es um ein Urteil und seine Folgen: „Englische Nazi-Parolen nicht strafbar! “ (Das wohl dazuführen wird, dass spätgermanische Neonazi-Köppe jetzt verstärkt englische Vokabeln pauken werden: "Hail Adolf") Um eine komische Lotto-Aktion der „Bild“-Zeitung und – Achtung! – um Volkshochschulen und ihr veraltetes Angebot an Computerkursen: „ ... bringt den Leuten das bei, wozu private Computer wirklich benutzt werden. Also demnächst lieber eine Einführung in die Benutzung von MySpace, YouTube und YouPorn.“

Und es gibt einen Hinweis auf ein nettes, allerdings nicht mehr ganz neues Spiel mit Google-„Suggest“. Einem Dienst, der einem bei einer Suchanfrage die Arbeit abnimmt und angefangene Wörter oder Sätze mit populären Suchfragen ergänzt. Dazu ein Beispiel: Gibt man also bei Google die Wörter „Hilfe meine“ ein, dann schlägt einem unter anderem der Dienst vor: „Hilfe meine Familie spinnt“, „ ... Freundin ist sexsüchtig“, „ ... Tastatur spinnt“ und die höchster Trefferquote hat mit 528.000 Treffern der Satz: „Hilfe meine Familie kommt.“ Das sagt wohl viel über unsere Befindlichkeit aus. Schönen Restsonntag noch!

Zum Schluss zwei Links:

Wie aus Horst ein Klaus Köhler wurde

Und Neues von Horst Schlämmer – Video

[Ernst Corinth]

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