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"Aktion Arschloch" bringt "Ärzte" zurück in Charts

Song gegen rechte Gewalt "Aktion Arschloch" bringt "Ärzte" zurück in Charts

Vor 22 Jahren setzten "die Ärzte" mit "Schrei nach Liebe" ein Zeichen gegen rechtsextreme Übergriffe in Hoyerswerda und Rostock. Nun ist der Anti-Nazi-Song wieder in den Charts – dank eines Musiklehrers aus Niedersachsen.

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Die Gründe für ein Revival könnten schöner sein: "Schrei nach Liebe" von den "Ärzten" ist nach den fremdenfeindlichen Übergriffen in Deutschland wieder in den Charts.

Quelle: Picture Alliance/Wikimedia/Montage

Hannover. Der Song ist eine knallharte Abrechnung mit rechter Gesinnung. "Du bist wirklich saudumm, darum gehts dir gut, Hass ist deine Attitüde, ständig kocht dein Blut", sangen die Ärzte 1993, nachdem in Rostock-Lichtenhagen, Hoyerswerda, Mölln und Solingen Unterkünfte von Asylbewerbern angegriffen worden waren. Die rechte Gewalt und damit die Erinnerungen an die neunziger Jahre sind in den letzten Wochen in Deutschland wieder zurückgekehrt – und nun ist auch "Schrei nach Liebe" wieder da.

In den Google-Play- und den itunes-Charts taucht die Single wieder auf. Hinter der Renaissance steckt ein Musiklehrer aus Niedersachsen: Gerhard Torges hat vor drei Tagen die "Aktion Arschloch" online gebracht. "Ich möchte einfach ein Zeichen gegen die in Deutschland grassierende Fremdenfeindlichkeit setzen", sagte der 46-Jährige, aus Georgsmarienhütte gegenüber dem Berliner "Tagesspiegel". Viele Radiosender und Internetuser sind auf die Aktion eingestiegen. Und so kletterte "Schrei nach Liebe" innerhalb von drei Tagen in den itunes-Charts auf Platz 79, bei Google play auf 39, und unter den Amazon-Downloads belegt er sogar den ersten Rang.

Bei Amazon steht "Schrei nach Liebe" derzeit auf Platz eins der heruntergeladenen Lieder.

Quelle:

Torges betont auf seiner Internetseite, dass es sich nicht um eine Werbeveranstaltung für "die Ärzte" handelt. Die Band hat sich dennoch zu "Aktion Arschloch" geäußert. "Die Ärzte finden es gut und wichtig, dass im Radio Stellung bezogen wird. Wir wünschen allen Nazis und ihren Sympathisanten schlechte Unterhaltung", schrieben sie auf ihrer Homepage. Die Einnahmen aus den Verkäufen wollen sie "Pro Asyl" spenden.

aks

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