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Amazon will Tablet für 50 Dollar verkaufen

Harte Ansage an die Konkurrenz Amazon will Tablet für 50 Dollar verkaufen

Tablet-Computer für 50 Dollar oder Euro fallen oft mit mittelmäßiger Qualität auf. Jetzt wagt sich offenbar Amazon in diese Preisklasse hinein. Dass der Konzern seine Geräte praktisch zu Produktionskosten verkauft, ist nichts Neues – denn er hat einen Hintergedanken.

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Amazons aktuelles Tablet ist das Kindle Fire.

Quelle: Amazon/dpa

Seattle. Der Online-Händler will laut einem Zeitungsbericht im Tablet-Markt mit einem nur 50 Dollar teuren Gerät vorpreschen. Das Modell mit einer Bildschirm-Diagonale von 6 Zoll (15,2 Zentimeter) soll rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft auf den Markt kommen, schreibt das "Wall Street Journal". Amazons aktuelles Tablet in dieser Größe, das Kindle Fire HD 6, kostet 99 Dollar. Die Zeitung machte nur wenige Angaben dazu, woran Amazon gespart habe, um den Preis zu drücken.

Es hieß lediglich, das Gerät habe nur einen Lautsprecher statt Stereo-Tons. Konzernchef Jeff Bezos habe den Entwicklerteams das Ziel gesetzt, sowohl beim Tablet als auch bei Amazons E-Book-Reader auf die Preismarke von 50 Dollar zu kommen. Beim Lesegerät sei das nicht gelungen, weil die Displays mit E-Ink-Technologie dafür zu teuer seien. Amazon ist bekannt dafür, seine Geräte praktisch zu den Produktionskosten zu verkaufen, um das Geld dann über seine Dienste wieder hereinzuholen.

Konkurrenz wittert eine Dumping-Strategie

Dem Unternehmen wird aber auch von Konkurrenten vorgeworfen, manchmal Geräte zu einem Dumpingpreis anzubieten, um die Kunden an Amazon-Dienstleistungen zu binden. Die Preismarke von 50 Dollar birgt das Risiko von Kompromissen bei der Qualität: Die Tablets, die man für diesen Preis etwa in China oder Indien bekommt, weisen oft eklatante Schwächen auf. Dem "Wall Street Journal" zufolge will Amazon auch neue Tablets mit Bildschirm-Diagonalen von 8 und 10 Zoll vorstellen.

Die Entwicklung eines neuen Smartphones habe der Konzern dagegen nach dem Flop des Fire Phone im vergangenen Jahr auf Eis gelegt, hieß es unter Berufung auf informierte Kreise. In Amazons Hardware-Abteilung Lab126 seien Dutzende damit beschäftigte Entwickler entlassen worden.

dpa

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