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Apple gibt in den meisten Fällen Daten heraus

Anfragen von Sicherheitsbehörden Apple gibt in den meisten Fällen Daten heraus

Wenn Sicherheitsbehörden es verlangen, gibt Apple meistens Daten über seine Kunden heraus. Das geht aus dem aktuellen Transparenzbericht des Konzerns hervor. Und: Deutsche Sicherheitsbehörden fordern häufiger Daten an als US-Behörden.

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Apple gibt in den meisten Fällen Daten an Sicherheitsbehörden heraus.

Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa

Cupertino. Von Juli bis Dezember 2015 erhielt Apple weltweit knapp 31.000 Anfragen, wie aus dem aktuellen Transparenzbericht des Unternehmens hervorgeht. 4000 davon kamen aus den USA – mehr als 11.000 aus Deutschland. In den USA und Lateinamerika gab Apple demnach in vier von fünf Fällen zumindest einige Daten heraus.

In der Asien-Pazifik-Region waren es demnach 63 Prozent der Fälle, in denen Apple verlangte Daten herausrückte, in Europa, Nahost, Indien und Afrika 52 Prozent. Insgesamt erhielt Apple in den sechs Monaten 30.687 Anfragen für mehr als 167.000 Geräte. Im ersten Halbjahr 2015 waren es laut dem Bericht rund 26.000 Anfragen für mehr als 360.000 Geräte.

Betroffene Kunde werden in der Regel informiert

Apple betonte, sobald die Anfrage einer Sicherheitsbehörde nach Offenlegung persönlicher Daten eintreffe, werde der betroffene Kunde im allgemeinen informiert – "es sei denn, das wird uns verboten". Ausnahmen mache Apple zudem in "extremen Situationen, etwa, wenn diese Information ein Kind oder einen anderen Menschen in ernste Gefahr bringen könnte".

Jede Regierungsstelle müsse für die Datenfreigabe einen Durchsuchungsbefehl vorlegen, den die Justitiare des Unternehmens sorgfältig prüften. "Wir geben nur Daten heraus, wenn wir uns vergewissert haben, dass die Anfrage angemessen ist, und wir geben nur das Allernötigste heraus."

Streit um iPhone eines Attentäters

Apple hatte sich vor kurzem einen wochenlangen Streit mit den US-Strafverfolgungsbehörden um das iPhone des Attentäters Sayed Farook gegeben. Der Konzern weigerte sich trotz einer gerichtlichen Anordnung beharrlich, die Entschlüsselung des Smartphones zu ermöglichen. Farook hatte im Dezember mit seiner Frau bei einem islamistischen Anschlag im kalifornischen San Bernardino 14 Menschen erschossen, ehe das Paar von der Polizei bei einem Schusswechsel getötet wurde.

Der Streit in diesem Fall erledigte sich schließlich dadurch, dass es der Bundespolizei FBI gelang, das Smartphone des Attentäters ohne Hilfe von Apple zu knacken. Die US-Regierung verzichtete auf weitere gerichtliche Schritte gegen das Unternehmen.

afp

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