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Apple verkauft weniger iPhones

Erster Rückgang seit 2007 Apple verkauft weniger iPhones

Dämpfer für Apple: Das Unternehmen hat im vergangenen Quartal erstmals weniger iPhones verkauft als im gleichen Zeitraum ein Jahr zuvor. Konzernchef Tim Cook sieht die Schuld aber nicht bei Apple.

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Apple hat im vergangenen Quartal erstmals im Jahresvergleich weniger iPhones verkauft.

Quelle: Christoph Schmidt/dpa

Cupertino. Zum ersten Mal seit der Markteinführung vor neun Jahren hat Apple im Jahresvergleich weniger iPhones verkauft. Im ersten Quartal 2016 ging der weltweite Absatz auf 51,19 Millionen iPhones zurück, wie der Technologiekonzern am Dienstag mitteilte. Das waren 16 Prozent weniger als im Vorjahresquartal, als noch 61,17 Millionen Geräte verkauft wurden. Der Konzern verbuchte zugleich den ersten Umsatzrückgang seit 2003.

Da das iPhone nach wie vor der größte Verkaufsschlager des kalifornischen Unternehmens ist, schlug sich der Verkaufsrückgang in einem deutlich niedrigeren Gewinn nieder. Der Nettogewinn sank zwischen Januar und März um 22 Prozent auf 10,5 Milliarden Dollar (9,33 Milliarden Euro). Der Quartalsumsatz ging um 13 Prozent auf 50,6 Milliarden Dollar zurück.

Cook sieht "Konjunktur-Gegenwind"

Konzernchef Tim Cook machte für die Rückgänge vor allem einen "Konjunktur-Gegenwind" verantwortlich, der das Wachstum im Smartphone-Markt insgesamt abgewürgt habe. "Das iPhone-Geschäft ist gesund", sagte Cook. In dem von wirtschaftlichen Turbulenzen erfassten China sanken die Apple-Umsätze um elf Prozent. Der Riesenmarkt steht nach wie vor für rund ein Viertel des Geschäfts.

Zugleich erfasst die Smartphone-Revolution immer mehr Entwicklungs- und Schwellenländer, in denen zunächst günstigere Geräte gefragt sind. Apple verzichtet aber auf niedrigpreisige Modelle im Angebot und wartet stattdessen darauf, dass mehr Leute in den neuen Märkten genug Geld haben, sich ein iPhone zu kaufen. Der Kurs sichert die hohen Milliardengewinne, bremst aber zugleich auch die Marktanteile. In China ging Cooks Rechnung bisher auf. In Indien, wo Apple auch gebrauchte iPhones verkauft, gab es zuletzt ein Plus von 56 Prozent.

Lieferengpässe beim iPhone SE

Seit Ende März verkauft Apple vor diesem Hintergrund das iPhone SE – das erste etwas günstigere Modell, das in kleinerem Format einen Großteil der Funktionen der aktuellen Spitzengeräte enthält. Apple habe unterschätzt, wie viele Leute das Gerät haben wollten, es gebe Liefer-Engpässe, sagte Cook.

Vor einem Jahr war auch die aufgestaute Nachfrage nach dem iPhone 6 mit seinem größeren Display aus dem Weihnachtsgeschäft 2014 noch so groß, dass sie ins erste Quartal 2015 überschwappte. Die iPhone-Verkäufe sprangen damals um 40 Prozent auf 61,2 Millionen Geräte hoch. Jetzt stiegen deutlich weniger iPhone-Nutzer auf neue Modelle um als damals, räumte Cook ein. Zugleich wechselten mehr Nutzer von Geräten des konkurrierenden Google-Systems Android denn je zum iPhone, sagte der Apple-Chef, ohne genaue Zahlen zu nennen.

dpa/afp

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