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Netzwelt Apple verspricht mehr Sicherheit
Nachrichten Medien Netzwelt Apple verspricht mehr Sicherheit
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09:02 05.09.2014
Nachdem zahlreiche Nacktbilder im Internet aufgetaucht sind muss Apple etwas an seiner Sicherheitsstrategie ändern. Quelle: dpa
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Cupertino

Apple will nach der Hacker-Attacke, die Dutzende Nacktfotos von Prominenten ins Internet gespült hat, die Sicherheitsmaßnahmen verbessern. So sollen Nutzer per E-Mail und Mitteilungen informiert werden, wenn jemand versucht, ihr Passwort zu wechseln, oder Daten aus dem Speicherdienst iCloud auf ein neues Gerät herunterzuladen. Das kündigte Konzernchef Tim Cook am Freitag im „Wall Street Journal“ an.

Cook betonte zugleich, dass bei der Attacke keine Passwörter direkt aus den Apple-Systemen gestohlen worden seien. Die Hacker hätten den Zugang zu deren Profilen vielmehr über die richtigen Antworten auf typische Sicherheitsfragen bekommen oder die Passwörter mit fingierten E-Mails abgegriffen.

Die Angreifer hatten private Bilder unter anderem von Schauspielerin Jennifer Lawrence und Model Kate Upton gestohlen und ins Internet gestellt.

Die im Internet übliche Absicherung von Profilen durch zusätzliche Sicherheitsfragen etwa nach dem ersten Lehrer oder der Lieblingsfarbe ist im Fall von Prominenten besonders unsicher, weil solche Informationen leichter herausgefunden werden können. In dunklen Ecken des Internets soll es eine ganze Reihe von Hackern geben, die den Passwort-Schutz aushebeln und in Cloud-Speicher eindringen.

Cook räumte ein, Apple habe seine Nutzer besser über Risiken informieren müssen. „Ich denke, es ist unsere Verantwortung, da nachzulegen.“ Der Konzern werde auch aktiver die sogenannte Zwei-Wege-Authentifizierung vorschlagen, bei der zur ersten Anmeldung auf einem Gerät neben dem Passwort auch ein wechselnder Zahlencode eingetippt werden muss. Dieses Verfahren hätte in vielen Fällen auch einen Zugriff der Hacker auf die Promi-Konten verhindert.

Apple will demnächst laut Medienberichten einen iPhone-Bezahlsystem einführen und ist daher ganz besonders auf das Vertrauen seiner Nutzer angewiesen.

dpa

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