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Halbnackte Frauen werben für Erste Hilfe

Werbevideo des Arbeiter-Samariter-Bundes Halbnackte Frauen werben für Erste Hilfe

Der Arbeiter-Samariter-Bund hat ein Video mit leicht bekleideten jungen Frauen veröffentlicht, er will damit Jugendliche für Erste Hilfe gewinnen. Nun diskutieren Facebook-Nutzer: Ist das sexistisch – oder cool?

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Screenshot aus dem Video, mit dem der Arbeiter-Samariter-Bund für Erste Hilfe wirbt.

Quelle: Facebook/Arbeiter-Samariter-Bund

Köln. In Deutschland leisten wenige Menschen Erste Hilfe, beklagt der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB). "Dem wollen wir abhelfen und haben einen ganz neuen Weg gewählt, um lebensrettende Botschaften möglichst weit zu verbreiten", schreibt die Organisation auf ihrer Facebookseite. Und dieser neue Weg ist ein Video, in dem leicht bekleidete junge Frauen tanzen und Erste Hilfe leisten. Dazu singen sie und erklären die lebensrettenden Handgriffe. "Mit dem ungewöhnlichen Erste-Hilfe-Video möchte der ASB vor allem Jugendliche erreichen und zeigen, dass Erste Hilfe leicht zu lernen ist und Spaß machen kann", erklärt der ASB auf seiner Homepage.

Sex sells? Auf jeden Fall bekommt der ASB mehr Aufmerksamkeit als mit einem gewöhnlichen Erste-Hilfe-Video. Der fünf Minuten lange Clip wurde am Donnerstag veröffentlicht und innerhalb eines Tages knapp 10.000 Mal geteilt sowie mehr als 2000 Mal kommentiert. Die einen lobten den Clip, die anderen kritisierten den ASB dafür:

  • "Ich finde dieses Video sehr grenzwertig und sexistisch!"
  • "Das Video ist super."
  • "Wie geil ist das denn?"
  • "Meine Erstehilfe-Schulung war deutlich trockener damals"
  • "Sexistische Kackscheiße"
  • "Oh Gott, ist das peinlich"
  • "Sexistischer Dregg"

"Das Video solle in keiner Weise Menschen oder Menschengruppen herabwürdigen", sagte eine ASB-Sprecherin der "Bild". "Vielmehr hat es zum Ziel, mit einem Augenzwinkern darauf aufmerksam zu machen, dass Erste Hilfe leicht zu lernen ist."

Im kurzen Kleid die Herzmassage erklärt

In dem Clip tanzen und singen die Frauen zur Musik von Beyoncé und Taylor Swift – sie singen aber einen Text, der extra geschrieben worden ist. Es sind Erklärungen, was im Notfall zu tun ist. Die Zeilen reimen sich – die Zuschauer sollen sich dadurch den Text besser merken können. Sofern sie denn auf den Text achten.

So singt eine junge Frau zum Beispiel: "Doch wenn die Atmung plötzlich nicht mehr geht, er braucht 'ne Herzmassage, so schnell es geht." Dazu bewegt sie sich sexy zur Musik. Sie trägt ein knappes Kleid und Stiefeletten mit hohen Absätzen.

"Natürlich kann man das doof finden"

Dann kniet sie sich hin und reißt einem offenbar bewusstlosen Mann das Hemd auf. "Da geht nichts kaputt, ich zeige, wie es geht." Sie setzt ihre Hände auf seine Brust und drückt drauf. "30 Mal, erst dann beatme, zweimal, okay. Genau diesen Ablauf, solange es geht", singt sie, während sie 30-mal drückt und zweimal beatmet.

"Um mit dem humoristischen Clip Erfolg zu haben, haben wir nicht nur die Musik, sondern eben auch die Bildsprache der dazugehörigen Musikvideos zur Grundlage unserer Erste-Hilfe-Parodien gemacht", erklärte der ASB der "Kronen Zeitung" aus Österreich. "Aber natürlich kann man das auch doof finden."

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