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Steht Vodafone-Kunden Schadenersatz zu?

Nach masivem Netzausfall Steht Vodafone-Kunden Schadenersatz zu?

Vodafone-Kunden waren über mehrere Stunden ohne Internet und Telefon. Unter Umständen steht ihnen deswegen Schadenersatz zu. Wer eine Entschädigung geltend machen kann, lesen Sie hier.

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Wem durch den Vodafone-Netzausfall tatsächlich ein Schaden entstanden ist, kann diesen auch zivilrechtlich geltend machen.

Quelle: Federico Gambarini

Berlin. Wem durch den Vodafone-Netzausfall tatsächlich ein Schaden entstanden ist, kann diesen auch zivilrechtlich geltend machen. Bevor man aber juristische Schritte einleitet, sollte man erst einmal das Gespräch mit dem Unternehmen suchen und den Sachverhalt detailliert schildern, rät Carola Elbrecht vom Verbraucherzentrale Bundesverband. "Ich kann mir vorstellen, dass Vodafone an der ein oder anderen Stelle kulant ist."

Wer hat Anspruch auf Schadenersatz?

Es seien durchaus relevante Schadensfälle denkbar, so die Juristin: Der Selbstständige, dem ohne Internet ein Auftrag entgangen ist, der Privatmann, der bei Ebay seine Gebote oder Angebote nicht kontrollieren konnte, oder jemand, den in einer Vertragsangelegenheit ein wichtiger Telefonanruf nicht erreicht hat.

"Man muss die Kirche schon im Dorf lassen", schränkt Elbrecht aber ein. Forderungen, "nur weil jemand nicht googlen konnte für ein paar Stunden", hält die Verbraucherschützerin nicht für erfolgversprechend. Ohnehin gelte: "Ausfälle in diesem Bereich sind sehr überschaubar."

Vodafone: keine hundertprozentige Verfügbarkeit

Vodafone selbst garantiert branchenüblich keine hundertprozentige Verfügbarkeit der Leistungen, sondern verspricht in den Geschäftsbedingungen nur "mindestens 98,5 Prozent im Jahresmittel". Ob so eine Klausel vor Gericht Bestand hätte, sei natürlich eine andere Frage, sagt Elbrecht. Die Größenordnung der garantierten Verfügbarkeit klinge aber realistisch.

Von den Donnerstag aufgetretenen Internet- und Telefon-Störungen im Vodafone-Kabelnetz waren bundesweit zeitweise bis zu 1,8 Millionen Kunden betroffen. Schuld war dem Unternehmen zufolge ein Problem im Rechnerverbund in Frankfurt am Main und Berlin. Bis Freitagmittag waren noch 25.000 Kunden von den Ausfällen betroffen.

Techniker starten Hardware neu

Erst am Nachmittag teilte Vodafone über Twitter und über das Kundenforum mit, dass die Störung vollständig behoben worden sei. "Seit 15.00 Uhr stehen alle Dienste im Kabelnetz wieder in gewohnter Qualität zur Verfügung." Im Saarland und in Rheinland-Pfalz komme es aber "sporadisch zur Beeinträchtigung der Telefonie".

Vodafone erklärte die Probleme mit einer "Störung im Rechnerverbund Frankfurt und Berlin". Sie seien gelöst worden, indem die Techniker in den Rechenzentren die Hardware neu gestartet und auch Komponenten ausgetauscht hätten.

dpa/RND/wer

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