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Gericht stuft WhatsApp als jugendgefährdend ein

Belästigung über Messenger-Dienste Gericht stuft WhatsApp als jugendgefährdend ein

Weil seine Töcher mehrfach via WhatsApp sexuell belästigt wurden, muss ein Vater künftig dafür sorgen, dass seine beiden Mädchen Messenger-Programme nicht mehr nutzen. Das Amtsgericht im hessischen Bad Hersfeld verurteilte ihn, WhatsApp und vergleichbare Dienste von den Geräten zu entfernen.

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Bei Jugendlichen beliebt, aber nicht ganz ohne Gefahren: der Messenger-Dienst WhatsApp.

Quelle: Ritchie B. Tongo/EPA

Bad Hersfeld. Das besagt ein noch nicht rechtskräftiger Beschluss des Amtsgerichts, über den "Heise.de" berichtet hatte. Der geschiedene Vater muss mit seinen Töchtern laut dem Beschluss monatlich ein Gespräch über die Nutzung der Handys führen und alle drei Monate prüfen, welche Apps darauf installiert sind – und ob es Ungereimtheiten gibt. Der Vater muss dies dem Gericht nachweisen.

Az. : F 361/16 EASO

Im Mai wurde bei der Polizei wegen des Verdachts der sexuellen Belästigung gegen einen ehemaligen Schulfreund des Vaters Anzeige erstattet. Die sexuelle Anmache habe dem Wohlbefinden der Mädchen arg zugesetzt, befand das Gericht. Wegen dieses Vergehens habe die Staatsanwaltschaft Fulda gesondert zu entscheiden.

Das Amtsgericht betonte, dass Messenger wie WhatsApp für Kinder und Jugendliche unter 16 eine Gefahr für ihre Privatsphäre und Entwicklung darstellen könnten. Smartphones könnten in dem Alter nicht ohne jegliche Überwachung ausgehändigt werden.

RND/dpa

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