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Rapper machen Werbung für China

Pekinger Propaganda-Hip-Hop Rapper machen Werbung für China

China genießt im Westen nicht gerade den besten Ruf. Dieses Bild will die Kommunistische Partei nun korrigieren – mit einem Rap-Song. Bisher gab es aber für den hölzernen Staatsrap nur Spott.

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Cartoons mit dem Präsidenten Xi Jinping, jetzt ein Rap-Song: Die kommunistische Partei der Volksrepublik China versucht vieles, um das Image des Landes im Ausland aufzupolieren.

Quelle: Screenshot Youtube

Peking. Chinas Kommunistische Partei hat einen Rap-Song veröffentlicht, der Ausländern "die Wahrheit" über das Land erklären soll. Der Sänger des Musikvideos mit dem Titel "Das ist China" beginnt mit den Worten, er wolle "den Eindruck korrigieren", den Ausländer von seinem Land hätten. Ein "falsches Bild" sei von "den internationalen Medien verbreitet" worden, dichtet er auf Englisch.

 

Der Song beschreibt die zahlreichen Probleme Chinas. Genannt werden Umweltsorgen, der Kampf gegen Korruption oder der große Milchskandal aus dem Jahr 2008. Auch werden Bilder von einem Erdrutsch in der südchinesischen Stadt Shenzhen gezeigt, bei dem im vergangenen Jahr mehr als 70 Menschen ums Leben kamen. "Ein großes Land ist wirklich schwer zu managen", singt er dann.

Doch trotzdem liebten die Chinesen ihr Land noch immer. Der "rote Drache ist kein Übel" und China ein "friedlicher Ort", heißt es weiter im Refrain des Liedes, der von einer Jungendorganisation der Partei ins Netz gestellt wurde.

Neben Chinas technologischen Errungenschaften geht es in dem Song auch um die Außenpolitik des Landes. Zum Nachbarn Taiwan, der sich als eigenständige Demokratie sieht, aber von Peking als abtrünnige Provinz betrachtet wird, heißt es: "Normale Bürger wollen einfach, dass wir vereinigt sind, weil wir zur gleichen Familie gehören." Ein Wunsch, den zumindest viele Taiwaner so nicht teilen würden.

Viel Kritik aus dem Netz

Der Clip hat der Partei bisher nur Spott eingebracht, statt der erhofften Anerkennung. Das "Time"-Magazin bezeichnete "This is China" als "den schmerzhaftesten Song, der jemals aufgenommen wurde".

Auf Youtube wurde das Video bereits mehr als 82.000-mal abgespielt. Positive Kommentare waren dort aber eher die Ausnahme als die Regel. Die meisten ärgerten sich über die Imagekampagne. "China soll auch die wirklichen Probleme ansprechen, wie die Annexion Tibets oder die Verletzung der Menschenrechte", schreibt eine Nutzerin. "Nennst du das Rap?", beschwert sich ein anderer.

In der Hip-Hop-Szene kommt das Lied jedenfalls nicht gut an.

Die Plattform Buzzfeed bezeichnet das Imagevideo als "Reinfall auf ganzer Linie"

dpa/RND/abr

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