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10:16 08.10.2018
WhatsApp, Threema – oder doch ein dritter Anbieter? Das Thema Messenger ist ein heiß diskutiertes. Quelle: imago/Rüdiger Wölk
Hannover

WhatsApp macht ernst. Schon ab dem kommenden Jahr soll im beliebtesten und größten Messenger der Welt Werbung angezeigt werden (alle Hintergründe lesen Sie hier).

Ob die radikale Veränderung auch zu Einbrüchen bei den Nutzerzahlen führt, ist zumindest fraglich. Denn: Für Viele ist der Messenger unersetzlich geworden, sie nutzen keine Alternativen und sind deshalb auch nur über diesen erreichbar.

Dennoch, es gibt sie, die WhatsApp-Alternativen. Wir stellen einige davon vor und zeigen, was diese können.

Das kann der Messenger Signal

Signal: Den kostenlosen Messenger von Open Whisper Systems gibt es für iOS, Android, Windows, Mac und Linux. Möglich ist der verschlüsselte Versand von Textnachrichten, Fotos, Videos und anderen Dateien an Einzelpersonen und Gruppen. Außerdem können Nutzer per Datenverbindung angerufen werden. Der Quellcode ist einsehbar. Open Whisper Systems ist eine Reihe von Kooperationen mit anderen Diensten eingegangen, um deren Verschlüsselungstechnik zu verbessern. Dazu gehört seit April 2016 auch Whatsapp.

Der Messenger Telegram

Telegram: Der Messenger Telegram ist kostenlos für iOS, Android, und Windows sowie als Computer- und Webversion verfügbar. Telegram kann Gruppen mit bis zu 100 000 Mitgliedern erstellen. Allerdings steht der Dienst bei Verbraucherschützern in der Kritik. Der Sitz des Unternehmens und der Server sind unklar, das Entwicklungsteam befindet sich nach eigenen Angaben in Dubai. Die Gründer Pavel und Nikolai Durov versprechen ein sicheres Messaging. Chats sind aber nicht automatisch verschlüsselt, dafür muss „Secret-Chats“ aktiviert werden. Die Firma steht im Konflikt mit russischen Sicherheitsbehörden, weil sie keine Daten an Regierungsbehörden weitergeben will. Finanziert wird Telegram mit einer Spende von Pavel Durov, der das russische Facebook-Pendant VKontakte entwickelte.

Threema und seine Möglichkeiten

Threema: Texte, Bilder, Töne, Videos und Standorte können per Threema verschlüsselt gesendet werden. Außerdem gibt es Gruppenchats für bis zu 50 Mitglieder und einen verschlüsselten Dateiversand. Die Entwickler aus der Schweiz werben damit, dass keine Telefonnummern und Verbindungsdaten gespeichert werden. Die App kostet für Android einmalig 3 Euro, für iOS 3,49 Euro und für Windows Phone 1,99 Euro. Android-Nutzer können Threema auch im PC-Browser verwenden.

Der Messenger Wire

Wire: Der Messenger Wire läuft kostenlos auf Smartphones, Tablets und Computern. Die Schweizer Firma verspricht den verschlüsselten Austausch von Texten, Fotos und Videos. Außerdem sind Einzel- und Gruppenanrufe via Voice over IP möglich. Zu den Funktionen zählt das Teilen von Bild- und Toninhalten aus Portalen wie Soundcloud, Spotify und Youtube. Der Quellcode ist Open-Source und damit vollständig einsehbar. Die Server der Firma stehen nach eigenen Angaben in Deutschland und Irland.

Die Chat-App Hoccer

Hoccer: Die App der Firma Hoccer mit Sitz in Berlin gibt es für iOS und Android. Fotos, Videos, Ton- und Bildaufnahmen können verschlüsselt ausgetauscht werden. Nicht einmal zur Anmeldung müssen Telefonnummer oder E-Mail-Adresse mitgeteilt werden. Auch auf die Kontakte im Telefonbuch greift die App nicht zu - was es allerdings anfangs auch komplizierter macht, Chat-Partner zu finden.

Von RND/mrz

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