Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Der Super-Klempner wird 30

"Super Mario" Der Super-Klempner wird 30

Er spricht weniger italienisch als der durchschnittliche deutsche Tourist, soll aber ein Italiener sein: "Super Mario" ist weltweit bekannter als Bud Spencer oder Ornella Muti. Dabei ist Mario "Made in Japan" - aber er springt und rennt durch die ganze Welt.

Voriger Artikel
Apple testet den Stinkefinger
Nächster Artikel
Facebook will gegen Hasskommentare vorgehen

Immer noch super: Mario hat mehr Haushalte erreicht als Madonna. 

Quelle: Nintendo

Hannover. Mit Stargeburtstagen ist das so eine Sache: Frisch und voller Kraft hat man die Betroffenen in Erinnerung, aber nach 30 Jahren sind sie faltig geworden und haben Farbe verloren. Auf einen trifft das nicht zu, der hat heute viel weniger Kanten als damals und auch mehr Farbe: Super Mario. Die Videospielreihe wird 30 Jahre alt. Die Figur von Nintendo hat auf dem Videospielmarkt zwar längst nicht mehr die überragende Position von einst. Aber Mario ist eine Legende, ein Stück Kulturgeschichte. Laut Nintendo wurden mehr als 310 Millionen Spiele mit Mario verkauft - damit hat der Klempner mehr Haushalte erreicht als Madonna oder Elton John mit ihren Tonträgern.

Eigentlich hieß er nicht Mario, sondern „Jumpman“ - so etwas hielt man in den 80ern für cool. Shigeru Miyamoto hatte die Figur 1981 für den Klassiker „Donkey Kong“ entwickelt und ihm den Schnauzbart verpasst, weil ihn das markanter machte. Bei den damaligen Spielekonsolen war an Gesichtszüge noch nicht zu denken. In den USA hatte Nintendo ein Lagerhaus, und der Besitzer Mario soll ausgesehen haben wie die kleine Figur, also nannte man sie dort Mario.

Der japanische Italiener mit der US-Prägung wurde zum Weltstar, und Nintendo gelang der Aufstieg zum zeitweise größten Spielwarenkonzern der Welt. Dabei war die Story nicht der Rede wert: Prinzessin entführt, Mario kämpft sich durch Welten, besiegt Monster, Happy End. Aber der Weg ist das Ziel, und so ließen Hunderte Millionen, vielleicht Milliarden Menschen den Italiener Münzen sammeln, auf Schildkröten hüpfen und, ja, auch immer wieder in fleischfressende Pflanzen stürzen.

Auch wenn Mario längst nicht mehr die Marktposition hat - er ist weiter ein Star. Gerade ist mit „Super Mario Maker“ das 17. Spiel der Mario-Bros.-Reihe auf dem Markt gekommen - nicht gezählt die vielen Ableger. Der Klempner war auch Arzt, Rennfahrer und Abrissunternehmer und hat sich in nahezu jeder Sportart versucht. Sogar einen Film gab es, den allerdings nicht einmal die Promi-Besetzung Bob Hoskins und Dennis Hopper mochte: „ein Albtraum“.

Aber die Spiele verkaufen sich weiter fast von selbst. „Einer der Gründe dürfte sein, dass Mario Emotionen anspricht, die womöglich alle Menschen miteinander teilen“, sagt Miyamoto: „Für mich selbst wäre es viel zu beängstigend und gefährlich, aus so einer Höhe zu springen, aber es wäre berauschend, es tun zu können, ohne mich zu verletzen.“ Seit „Mario Kart 8“ wehen dabei sogar die Haare des Schnurrbarts im Wind. Wie viel mehr kann man vom Leben erwarten?

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Netzwelt
HAZ-Volontäre gewinnen Medienpreis der Architektenkammer

Mit ihrer multimedialen Berichterstattung über die Wasserstadt Limmer haben die Volontäre der HAZ beim Medienpreis der Bundesarchitektenkammer den ersten Platz belegt.

Datenschutz im Netz: Diese Begriffe sollten Sie kennen