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15:33 20.02.2014
Von Frerk Schenker
Alternative zu WhatsApp: Der Messenger-Dienst Threema. Quelle: dpa
Hannover

WhatsApp ist weltweit beliebt, hat aber zumindest beim Thema Sicherheit einen denkbar schlechten Ruf. Mehrfach war die App wegen Sicherheitslücken und einem laxen Umgang mit Datenschutzbestimmungen in die Kritik geraten. Spätestens seit der Übernahme durch Facebook fragen sich deshalb viele Nutzer, ob es Alternativen zu WhatsApp gibt.

Wohl auch wegen der Negativ-Schlagzeilen über WhatsApp steht an der Spitze der deutschen App-Charts in diesen Tagen Threema. Die App aus der Schweiz ist optisch fast identisch mit WhatsApp, der Hersteller wirbt aber mit besserem Datenschutz. Einträge aus dem Telefonbuch werden demnach nicht auf dem Firmenserver gespeichert. Alle Nachrichten werden zudem bereits auf dem Gerät des Absenders verschlüsselt – und nur der Empfänger kann die Nachricht lesen. An diesem Schlüssel würde sich nach Expertenmeinung selbst der US-Geheimdienst NSA die Zähne ausbeißen. Nutzer können Texte und Bilder verschicken sowie Gruppenchats führen. Die App kostet 1,60 Euro für Android und 1,79 Euro für iOS.

Die japanische Alternative zu WhatsApp heißt Line, die bereits über 70 Millionen Menschen nutzen. Anders als die meisten Messenger-Dienste gibt es Line nicht nur als App für Smartphone und Tablet, sondern auch als Desktop-Version für den Computer. Neben Gruppenchats sind auch Video-Telefonate möglich. Line ist kostenlos und für alle gängigen Smartphone-Betriebssysteme verfügbar.

Viber ist eigentlich ein Dienst für Internettelefonate und damit eher Konkurrent für Skype. Die rund 300 Millionen Nutzer können den Dienst aber auch als Messenger für Texte und Bilder nutzen. Wie Skype gibt es Viber auch als Desktop-Version. In der Vergangenheit war der Dienst mehrfach in die Kritik geraten, weil er von seinen Nutzer automatisch Daten aus dem persönlichen Adressbuch sammelte und es auch sonst mit dem Datenschutz nicht so genau nahm. Viber ist kostenlos und für alle gängigen Betriebssysteme verfügbar.

Die südkoreanische Antwort auf WhatsApp heißt ChatOn. Der kostenlose Dienst wurde von Samsung entwickelt, läuft aber auf allen großen Betriebssystemen für Smartphones, Tablet und PCs. Um die noch geringe Nutzerzahl nach oben zu treiben, installiert Samsung die App auf neuen Geräten vor. Ob das ChatOn zum Durchbruch verhilft, ist noch offen – als weltweit größter Smartphone-Hersteller sind die Voraussetzungen für Samsung aber zumindest nicht die schlechtesten.

Die App Joyn ist eine Kooperation von Mobilfunkanbietern. Das Programm läuft unter iOS, Android und Windows, ist in Deutschland aber bislang nur im Netz der Deutschen Telekom und Vodafone verfügbar. Über den Dienst lassen sich Gruppenchats führen sowie Fotos und Videos versenden. Die App ist kostenlos, bislang aber noch nicht sehr weit verbreitet.

Die Gratis-App Surespot wirbt damit, einfach und übersichtlich zu sein, ohne bei der Sicherheit Abstriche zu machen. Suresport unterstützt den Austausch von Textnachrichten über Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, die Funktion für das Versenden von Audios muss für 1,99 Euro hinzugekauft werden. Das Besondere: Der Absender kann Nachrichten auch auf dem Gerät des Empfängers wieder entfernen – zum Beispiel nach dem versehentlichen Versand eines Fotos. Surespot ist für Android und iOS verfügbar.

Eine weitere Gratis-App, die den verschlüsselten Nachrichtenaustausch ermöglicht, ist Telegram. Die Open-Source-App ähnelt vom Design WhatsApp, setzt aber auf besseren Datenschutz. Wie beim großen Konkurrenten können Texte, Videos und Bilder verschickt werden, auch innerhalb eines Gruppenchats. Entwickler sind die Gründer von Vkontakte.ru, dem russischen Pendant zu Facebook. Die App gibt es für Apple- und Adroid-Geräte.

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