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12:17 13.09.2018
Der Digitalverband Bitkom mahnt Unternehmen zur besseren Vorsorge. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
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Berlin

Sabotage, Datendiebstahl oder Spionage – für Industrieunternehmen in Deutschland sind diese Bedrohungen laut einer Studie des Digitalverbands Bitkom alltägliche Realität. Demnach haben 68 Prozent der Unternehmen innerhalb der vergangenen zwei Jahre einen entsprechenden digitalen Angriff registriert, bei fast der Hälfte der Unternehmen (47 Prozent) wurde dabei ein Schaden verursacht. Der Verband errechnete einen Gesamtschaden in Höhe von insgesamt über 43 Milliarden Euro für diesen Zeitraum. „Mit ihren Weltmarktführern ist die deutsche Industrie besonders interessant für Kriminelle“, sagte Bitkom-Präsident Achim Berg.

Wer nicht in IT-Sicherheit investiert, gefährdet das Unternehmen

Befragt wurden für die repräsentativen Ergebnisse 503 Geschäftsführer und Sicherheitsverantwortliche quer durch alle Industriebranchen. Demnach berichtet knapp jedes fünfte Industrieunternehmen, in den vergangenen zwei Jahren Opfer von digitaler Sabotage geworden zu sein, bei 11 Prozent wurden etwa E-Mails oder Messenger-Dienste ausgespäht. Auch klassische analoge Angriffe sind demnach Thema in den Unternehmen, fielen aber vergleichsweise weniger ins Gewicht. So hätten 21 Prozent der Befragten etwa einen Diebstahl sensibler physischer Dokumente, Muster oder Maschinen registriert.

„Illegaler Wissens- und Technologietransfer, Social Engineering und auch Wirtschaftssabotage sind keine seltenen Einzelfälle, sondern ein Massenphänomen“, sagte Thomas Haldenwang, Vizepräsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, der stellvertretend für den Präsidenten der Behörde, Hans-Georg Maaßen die Veröffentlichung der Ergebnisse in Berlin begleitete. Der Bitkom riet eindringlich zu besserer Vorsorge. „Wer nicht in IT-Sicherheit investiert, handelt fahrlässig und gefährdet sein Unternehmen“, sagte Berg.

Von dpa/RND

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