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Netzaktivisten feiern ihren Superstar

Snowden auf der re:publica Netzaktivisten feiern ihren Superstar

Ein kleiner Coup und prominente Namen gleich zu Beginn: Mit rund 8000 Besuchern ist die zehnte Digital- und Medienkonferenz re:publica in Berlin eröffnet worden. Ein Gast konnte nicht anreisen, sprach aber trotzdem zu den Bloggern und Netzaktivisten: Whistleblower Edward Snowden.

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"Facebook kann dich nicht ins Gefängnis bringen, aber der Missbrauch ihrer Daten durch Regierungen ist gefährlich": Whistleblower Edward Snowden per live-Schaltung auf der re:publica.

Quelle: Sophia Kembowski/dpa

Berlin. Der Raum war überfüllt: Zahlreiche Journalisten, Blogger und Aktivisten lauschten dem Gespräch im Stehen. Whistleblower Edward Snowden wurde aus Russland live zugeschaltet und kritisierte, dass die Politik zahlreicher Regierungen derzeit das Vertrauen der Menschen verspiele. Ein Vertrauen, das seiner Ansicht nach auf Gegenseitigkeit beruht.

"Aber die Regierungen vertrauen der Öffentlichkeit nicht", sagte der Netzaktivist. Auch die Gefahr der Datensammelei durch Facebook sprach Snowden an. "Facebook kann dich nicht ins Gefängnis bringen, aber der Missbrauch ihrer Daten durch Regierungen ist gefährlich."

Snowden bittet um Hilfe

Nach seiner persönlichen Zukunft befragt, berichtete Snowden leicht frustriert, dass er mittlerweile in 21 EU-Staaten Asyl beantragt habe. Doch kein Land habe sich bisher bereit erklärt, ihn aufzunehmen – auch Deutschland nicht.

Deshalb ist das Internet doch nicht kaputt

Ein Interview mit re:publica-Mitgründer Johnny Haeusler finden Sie hier.

Er forderte die Zuhörer auf in dieser Angelegenheit das Gespräch mit Politikern zu suchen. Ein wenig sei sein Exil aber schon gelockert, immerhin könne er ja zum Beispiel jetzt per Liveschalte mit Menschen in Berlin diskutieren. Er erhielt lauten und lang anhaltenden Applaus.

Greenpeace gelingt ein Coup

Snowden war nicht der einzige prominente Name am ersten re:publica-Tag. Auch Mark Little, Twitter-Vizepräsident und der Soziologe Richard Sennett gehörten zum Programm. Ein Thema war ganz kurzfristig auf den ohnehin sehr vollen Veranstaltungsplan gerutscht: Bereits am Vorabend der re:publica war bekannt geworden, dass der Umweltschutzorganisation Greenpeace Original-Vertragsentwürfe des TTIP-Handelsabkommens zugespielt worden waren.

Greenpeace nutzte die große Öffentlichkeit der re:publica kurzerhand, um dort die Pressekonferenz zum Thema ttip  abzuhalten. Ein kleiner Coup zu Beginn einer Konferenz, die längst nicht mehr nur von Nerds und Geeks, sondern längst von vielen Meinungsmachern aus unterschiedlichen Ländern besucht wird.

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