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Spitzenschüler blamieren sich im TV-Interview

Indien Spitzenschüler blamieren sich im TV-Interview

Ein Fernsehinterview sorgt für Wirbel: Reporter haben indische Schüler mit Spitzenabschluss in ihren angeblichen Paradefächern befragt - doch sie bekamen nur unwissende Antworten und fragende Blicke. Das Video^mit Schülerin Ruby ist zum Internet-Hit geworden.

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 In einem Fernsehinterview behauptet die beste Politikwissenschaftsschülerin, in dem Fach werde kochen unterrichtet.

Quelle: screenshot

Neu-Delhi. Wegen dummer Antworten in einem TV-Beitrag will das Schulamt des indischen Bundesstaats Bihar die 14 Schüler erneut testen, die im diesjährigen Schulabschluss-Examen am besten abgeschnitten haben. Anlass ist ein Beitrag eines lokalen Fernsehsenders, der zwei der betroffenen Schüler interviewt hat: Die Reporter stellen in dem Video einfache Fragen zu den vermeintlichen Paradefächern der Schüler - und bekommen ahnungslose Antworten.

Beste Politikschülerin behauptet, in ihrem Fach werde Kochen gelehrt

So kann die angeblich beste Schülerin in Politikwissenschaften (political science) nicht einmal den Namen korrekt des Fachs aussprechen, in dem sie 444 von 500 möglichen Punkten geholt hat. Sie nennt es "prodigal science". Als der Reporter fragt, was dort gelehrt wird, lautet ihre Antwort: "Alles ums Kochen." Der beste Chemieschüler weiß laut des Beitrags nicht, dass H2O die chemische Formal für Wasser ist.

Verdacht des Betrugs

"Es wird eine kleine schriftliche und mündliche Prüfung geben. Zusätzlich werden wir prüfen, ob die Handschrift der Schüler mit der in ihren Abschlussexamen übereinstimmt", sagte der Chef der Schulbehörde in Bihar, Lalkeshwar Prasad Singh, der Deutschen Presse-Agentur. Er bestätigte, das in dem Fernsehbeitrag echte Schüler zu sehen sind. Die Behörde griff den Fall auf, nachdem die TV-Auftritte sich im Internet verbreitet hatten. Indische Medien nehmen den Fall ernst.

Auf indischen Schülern lastet ein hoher Druck, gute Abschlussexamen zu schreiben, weil diese über die Vergabe der knappen Studienplätze entscheiden. Immer wieder werden Fälle teils dreister Betrugsversuche bekannt. So versuchten 2015 dutzende Eltern, ein Schulgebäude zu erklettern, um ihren Kindern Testlösungen durch die Fenster hineinzureichen.

dpa/RND/mat

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