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Dunja Hayali stellt Hassbrief-Schreiber bloß

Facebook Dunja Hayali stellt Hassbrief-Schreiber bloß

Die Journalistin Dunja Hayali ist von einem anonymen Kritiker auf unerträgliche Art beschimpft worden. Trotzdem reagierte sie gelassen – und führte den Verfasser des rassistischen Hassbriefes öffentlich vor. Damit hat er vermutlich nicht gerechnet.

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Eine 6 in Deutsch: Die Journalistin Dunja Hayali hat cool auf den Hassbrief eines Kritikers reagiert: Sie markierte einfach alle Rechtschreibfehler.

Quelle: dpa/Dunja Hayali

Berlin. Hayali veröffentlichte den Brief am Donnerstag auf ihrer Facebook-Seite – das Schreiben zeigt exemplarisch, welcher Hass der Journalistin zum Teil entgegen schlägt. Der Text beginnt direkt mit einer Beleidigung. "Sie sind eine der dümmsten Ziegen, die beim ZDF arbeiten", schreibt der Verfasser an Hayali. "Wenn ich morgens meinen Fernseher anschalte und Dich arabisches Stückchen Scheisse sehe, ist mir der ganze Tag versaut."

So geht es weiter – über zwei Seiten. Der anonyme Kritiker beschimpft und beleidigt Hayali in unerträglicher Art und Weise: rassistisch und diffamierend. "Ich hoffe es gibt eines Tages eine Volksbefragung und wir können das ganze faule Ausländerpack wie dich los werden. Du wirst dann Klofrau auf dem Hauptbahnhof in Bagdad." Sich selbst beschreibt er dagegen als "gesetzestreuen, hochqualifizierten Bürger". Am Ende fordert er die Journalistin auf: "Also verpiss dich aus dem ZDF und bitte um Asyl in Indien, da gibt es noch Männer, die eine wie doch vögeln!"

So cool antwortet Hayali auf den Hassbrief

Trotz der Beschimpfungen hätte Hayali auf den Brief gerne geantwortet, wie sie auf ihrer Facebook-Seite schreibt. "Aber ohne Absender war mir das nicht möglich." Unter dem Brief steht als Verfasser: "Lawrence von Arabien" – das ist offensichtlich nicht der richtige Name des Briefeschreibers: T.E.Lawrence starb 1935 in England, war britischer Offizier und wurde als "Lawrence von Arabien" bekannt, nicht zuletzt durch die gleichnamige Verfilmung mit Peter O'Toole.

Also antwortete Hayali dem hasserfüllten Verfasser öffentlich, über Facebook: "Dass Sie 'gesetzestreu' und 'hochqualifiziert' sind, würde ich jetzt mal ganz vorsichtig anzweifeln. Mit allem anderen haben Sie natürlich recht." Dazu veröffentlichte sie zwei Fotos, auf denen die erste und die zweite Seite des Briefes zu sehen sind – inklusive zahlreicher roter Striche: Hayali hat die  Rechtschreibfehler im Schreiben markiert, es sind mehr als 50. In der Schule hätte der unbekannte Verfasser im Deutschunterricht eine 6 bekommen.

Hayali dagegen erhält auf Facebook viel Zuspruch, genauso wie auf Twitter, wo sie ihren "Lieblings-Hass-Brief der Woche" ebenfalls veröffentlichte. "Sehr gut gekontert", schrieb jemand unter dem Post der Journalistin. "Solche Schreiber als Anti-Fans zu haben, ist ja irgendwie auch ein Gütesiegel für Ihre Arbeit", meinte ein anderer Facebook-Nutzer. Noch jemand kommentierte kurz und knapp: "So ein Arsch!"

RND/wer

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