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Netzwelt Ebay trennt sich von Bezahldienst Paypal
Nachrichten Medien Netzwelt Ebay trennt sich von Bezahldienst Paypal
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14:51 01.02.2018
Ebay will mit „Adyen“ einen neuen Bezahldienst einführen. Quelle: picture alliance / dpa
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San Jose

Fast jeder Ebay-Nutzer kennt und nutzt den Online-Bezahldienst Paypal. Über die Bankverbindung der Kunden ist ein bargeldloses Bezahlen möglich, auch ohne aufwendiges ITAN-Verfahren oder Überweisungen. Nun wechselt das Online-Auktionshaus seinen Bezahldienstleister. Künftig setzt Ebay auf den niederländischen Paypal-Konkurrenten Adyen. Dieser ist bereits bei Unternehmen wie Uber, Netflix, Etsy und Spotify als gängige Zahlmethode integriert.

Ein überraschender Schritt: 2002 hatte Ebay Paypal für 1,5 Milliarden Dollar gekauft. Der Großteil der Auktionsgeschäfte wurde über den Dienst abgewickelt. Seit 2015 gehen die beiden Unternehmen jedoch wieder getrennte Wege. Damals kam noch rund ein Viertel der Paypal-Erlöse von der Ebay-Plattform, ein Jahr später war es noch gut ein Fünftel.

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Nachdem Ebay am Mittwoch per Pressemitteilung über die neue Bezahlmethode informiert hatte, fiel die Paypal-Aktie trotz guter Quartalszahlen um rund zehn Prozent im vorbörslichen Handel am Donnerstag.

Paypal kann weiterhin als Bezahlmethode genutzt werden

Trotz der künftigen Einbußen zeigte sich Firmen-Chef Dan Shulman optimistisch. Der Verlust der Ebay-Erlöse werde „durchaus zu managen sein“. Finanzchef John Rainey deutete zudem an, dass Paypal selbst angesichts unzureichender Profitabilität nicht an der Fortsetzung des Ebay-Deals interessiert gewesen sei. Paypal wird künftig auch als Bezahloption in Läden von Disney und bei der Teleshopping-Plattform QVC verfügbar sein.

Für den Nutzer wird die Änderung zunächst keine Konsequenzen haben, die Umstellung soll über Jahre hinweg erfolgen. Noch bis 2023 wird Paypal laut Ebay als gängiges Zahlungsmittel integriert sein. Alle Konten bleiben bestehen.

Mitte 2020 soll zusätzlich der neue Bezahldienst Adyen eingeführt werden. Dieser sei laut Ebay günstiger, da der Dienst für Transaktionen weniger berechne. Zudem sollen die Transaktionen und Kundeninteraktionen noch transparenter gemacht werden.

Von dpa/RND

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