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Eine Kurzanleitung für Twitter-Neulinge

Twitter-FAQ Eine Kurzanleitung für Twitter-Neulinge

Millionen Menschen weltweit nutzen Twitter - doch was ist das eigentlich? Und wie funktioniert das mit dem Twittern? Wir haben häufig gestellte Fragen rund um den Kurznachrichtendienst zusammengestellt.

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Was ist denn bitte Twitter?

Twitter ist ein Kurznachrichtendienst – übrigens nicht zu verwechseln mit einer Nachrichtenagentur. Während bei einer Nachrichtenagentur im besten Fall ausschließlich Journalisten schreiben, darf bei Twitter jeder ran. Man muss sich allerdings ein bisschen kurz fassen, denn jede Nachricht, die man dort verbreitet, darf maximal 140 Zeichen lang sein.

Und das nutzen Leute?

Ja, sogar eine ganze Menge.


Wirklich?

Ja, wirklich. Über die Nutzerzahlen streiten sich die Fachleute, es sind aber weltweit ein paar Millionen. Darunter finden sich jede Menge Promis wie etwa die Sängerin Katy Perry, der Comedian Dieter Nuhr oder der US-Präsident Barack Obama. Auch jede Menge Zeitungen sind bei Twitter unterwegs, zum Beispiel wir, die Kollegen von der Neuen Presse oder die anderen Kollegen von den Lübecker Nachrichten, um nur mal ein paar zu nennen.

Und das ist spannend?

Das kommt ganz darauf an, wem man folgt. Folgen, so nennt sich das, wenn man die Kurznachrichten (also die Tweets) von bestimmten Leuten bei Twitter lesen möchte. Dann folgt man denen und bekommt künftig deren Kurzmitteilungen angezeigt. Wer nun ausschließlich langweiligen Schnarchnasen und nervigen Dampfplauderern folgt, wird an Twitter wenig Spaß haben – sofern er nicht ausgerechnet auf langweilige Schnarchnasen und nervige Dampfplauderer steht. Aber mit ein bisschen Ausprobieren hat man schnell raus, bei wem sich das Folgen lohnt und wer nur heiße Luft produziert.

Okay, und wie kann ich jemandem Folgen?

Prinzipiell kann man alle Tweets bei Twitter auch einfach so lesen, ohne dort angemeldet zu sein. Dazu geht man einfach auf die entsprechende Twitter Seite des Nutzers, dem man folgen möchte (zum Beispiel www.twitter.com/haz, um der HAZ zu folgen). Einfacher ist das Ganze aber, wenn man ein eigenes Nutzerkonto bei Twitter hat. Dann kann man nämlich die Beiträge der Nutzer, die einen interessieren, kostenfrei abonnieren. Man sucht einfach nach dem entsprechenden Nutzer und klickt dann auf dessen Seite auf „Folgen“ - schon erscheinen die Beiträge des Nutzer auf der eigenen Übersichtseite, auf der alle neuesten Tweets angezeigt werden.

Aber Vorsicht: Prinzipiell kann sich bei Twitter jeder anmelden und behaupten, dass er zum Beispiel der Kaiser von China oder Mary Poppins sei. Von Twitter selbst wird nicht überprüft, ob die Angaben stimmen. So twitterten zum Beispiel zwei Fans des ZDF monatelang als ZDFonline – und alle dachten, das sei ein offizieller ZDF-Kanal. Inzwischen ist er das zwar tatsächlich, denn das ZDF hat die beiden eingestellt, aber insbesondere bei Promis kommt es immer wieder zu sogenannten „Fakes“, also gefälschten Nutzerkonten, hinter denen eben nicht die Promis sondern irgendwelche Spaßvögel stecken. Wie zum Beispiel bei diesem Twitter-Konto, das angeblich Guido Westerwelle gehört. Bevor man einen Promi bei Twitter also für bare Münze nimmt, sollte man mal googeln, ob die Netzgemeinschaft den vermeintlichen Promi nicht zwischenzeitlich als Betrüger enttarnt hat.

Muss ich also immer Twitter im Browser aufrufen, wenn ich dort was lesen möchte?

Nein. Es gibt jede Menge kleinere und größere Programme, mit denen man Twitter nutzen kann. Eines der meist verbreiteten ist „Tweetdeck“, das man nicht nur auf dem heimischen Computer benutzen kann, sondern auch unterwegs auf dem iPhone, iPad oder einem Android-Handy.

Muss ich selbst auch twittern?

Nein, man muss nicht selbst auch was schreiben. Es macht aber Spaß. Außerdem kann man so ein paar Menschen im Netz kennen lernen. Naja, so weit man Menschen im Netz halt kennen lernen kann.

Ich will aber nicht, dass alle meine Beiträge lesen können!

Kein Problem. Einfach auf Twitter.com anmelden, dann auf „Profil“ klicken, dann auf „Profil bearbeiten“ und dort ein Häkchen vor „Meine Tweets schützen“ setzen. Dann können nur die Nutzer, die einem folgen, die eigenen Beiträge lesen – und wer einem folgen darf, bestimmt man selbst.

Bei Twitter soll's noch DM geben – muss ich da noch mit Mark bezahlen? Darauf gibt es ein doppeltes Nein. Zum einen ist die Nutzung von Twitter kostenlos. Und zum anderen gibt es bei Twitter zwar DMs, allerdings steht das Kürzel dort nicht für Deutsche Mark, sondern für Direct Messages, also Direktnachrichten. Die kann man anderen Nutzern schicken, wenn man Ihnen was persönliches mitzuteilen hat – oder einfach irgendwas, was nicht alle anderen lesen sollen. Eine DM wird nur dem Empfänger zugestellt und ist nicht für alle Follower sichtbar.
Warum tauchen bei Twitter oft so komische Links auf?

Das liegt an der Begrenzung der Beiträge auf 140 Zeichen. Normale Links verschlingen oft so viele Zeichen, dass man kaum noch was dazu schreiben kann. Aus diesem Grund werden bei Twitter oft sogenannte Linkverkürzer benutzt, wie zum Beispiel bit.ly oder goo.gl. Klickt man auf so einen Link, landet man erst auf der Seite des Linkverkürzers, der dann aus dem kurzen wieder einen langen Link macht und einen dahin weiterleitet, wohin man eigentlich wollte.

Und warum spielen bei Twitter so viele mit der #-Taste? Die fand ich am Telefon schon sinnlos!

Mit dem #-Zeichen werden bei Twitter Schlagworte versehen. Geht's in dem Tweet zum Beispiel um irgendwas in Hannover, kann man #hannover als Schlagwort dahinter setzen. Wer bei Twitter dann nach diesem Schlagwort sucht, der findet auch diesen Beitrag.

Und was heißt „RT“?

RT steht für „Retweet“, also ein Wiedertweet – so werden Tweets bezeichnet, die man weiterleitet. Ein Beispiel: Stellen Sie sich vor, Hannover 96 schlägt die Bayern mit 10:0. Schöne Vorstellung. Nun tweetet die HAZ: „Wahnsinn! Die 'Roten' hauen die Bayern mit 10:0 weg! #h96“. Sie selbst sind 96-Fan und wollen die anderen auch wissen lassen, dass die „Roten“ gerade gewonnen haben. Entweder schreiben Sie das dann einfach selbst oder – und das hat sich als guter Stil bei Twitter eingebürgert – sie benennen die Quelle und leiten den Tweet einfach weiter. Der erscheint dann als Ihr Tweet, dem ein „RT @HAZ“ vorangestellt wird. RT für Retweet und @HAZ zeigt, dass der Originalbeitrag von der HAZ gekommen ist.

Ist das nicht ganz schön kompliziert?

Nein, eigentlich nicht. Das ist einfach nur Gewöhnungssache.

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