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Erpresser-Trojaner trifft jetzt auch Apple

"KeRanger" Erpresser-Trojaner trifft jetzt auch Apple

Erpresser-Trojaner verschlüsseln wichtige Daten auf dem Computer und werden erst nach Lösegeldzahlung wieder freigegeben: Was bisher nur Windowsnutzer traf, macht nun offenbar auch vor dem Mac nicht mehr halt.

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Auch Mac-Nutzer müssen sich künftig vor Viren und Trojanern in Acht nehmen.

Quelle: Sebastian Kahnert/dpa

Berlin. Auch Mac-Nutzer müssen sich künftig vor Viren und Trojanern in Acht nehmen. Wie das Sicherheitsunternehmen Palo Alto Networks herausgefunden hat, haben Unbekannte eine funktionsfähige Schadsoftware über infizierte Installationsdateien des BitTorrent-Clients Transmission verteilt. Wie der momentan kursierende Trojaner "Locky" verschlüsselt das "KeRanger" getaufte Programm Dateien auf infizierten Computern. Freigegeben werden sie - wenn überhaupt - erst nach Zahlung eines Lösegelds in der Digitalwährung Bitcoin.

Wie die manipulierten Installationsdateien in Umlauf gebracht werden konnten, ist bislang unklar. Sie wurden inzwischen von der Transmission-Webseite entfernt. Apple hat außerdem das Sicherheitszertifikat annulliert, mit denen das Programm die Sicherheitsmechanismen von Mac OS X überwinden konnte.

Experten: Nur verifizierte Programme installieren

Zwischen Freitag, 4. März, und Samstag, 5. März, heruntergeladene Versionen von Transmission sollten sicherheitshalber gelöscht werden, raten die Experten. Auf der Unternehmenswebseite von Palo Alto Networks gibt es weitere Hinweise zum Aufspüren einer eventuellen Infektion mit "KeRanger" und zur Entfernung des Schädlings.

Grundsätzlich rät Apple seinen Nutzern, die Sicherheitsfunktionen von OS X so einzustellen, dass nur aus dem Mac App Store und bei verifizierten Entwicklern heruntergeladene Programme installiert werden können. Die Option findet sich in den Einstellungen des Macs im Bereich "Sicherheit".

Sicherheitsexperten und Polizei raten grundsätzlich davon ab, Lösegeld an Online-Erpresser zu zahlen. Nutzer sollten lieber auf Prävention setzen. Dazu gehören aktuell gehaltene Betriebssysteme und Virenscanner, eine regelmäßige Sicherung wichtiger Daten auf externen Festplatten und Vorsicht beim Umgang mit Dateien unbekannter Herkunft.

dpa

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