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Ex-Lehrer rechnet mit Frauke Petry ab

Facebook-Post Ex-Lehrer rechnet mit Frauke Petry ab

Erst hagelte es Spott und Kritik wegen des vergessenen Auftritts im ZDF Morgenmagazin, jetzt werden Frauke Petry die Leviten gelesen – und zwar von ihrem ehemaligen Lehrer. In einem Facebook-Post rechnet er mit der AfD-Vorsitzenden ordentlich ab.

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Frauke Petry bekommt bei Facebook von ihrem ehemaligen Lehrer die Leviten gelesen.

Quelle: dpa

Hannover. Es fehle ihr an Moral und mit der Wahrheit nehme sie es auch nicht so genau – Heinrich Peuckmann (66) findet in seinem Facebook-Post über seine ehemalige Schülerin Frauke Petry (40) klare Worte. Anlass für die knallharte Abrechnung ist eine Aussage Petrys nach den Landtagswahlen von Sonntag, dass es in Deutschland Ecken gebe, in die sich die Polizei nicht mehr hineintraue. Auf Nachfrage nannte sie ihre Heimatstadt Bergkamen im Ruhrgebiet, wo sie fünf Jahre gelebt und auch das Abitur gemacht hatte.

Das Verhalten ist "schäbig"

Peuckmann ist empört. "Nun gibt es in Bergkamen durchaus Viertel, in denen sich soziale Probleme zuspitzen, aber ein Viertel, in das sich die Bergkamener Polizei nicht mehr traut, gibt es wirklich nicht. Anderen Lügenpresse vorwerfen und selber lügen, wenn es darum geht, sein verschroben undifferenziertes und verachtenswertes Welt- und Menschenbild zu begründen, ist schon schäbig", schreibt der Pädagoge.

Die "Zeit" hat ihn einmal zu seiner ehemaligen Schülerin befragt. "Ein kluges Mädchen", wird Peuckmann zitiert. Doch das zieht er nun zurück. "Man muss da, merke ich, begrifflich genau sein, intelligent, nicht klug. Denn mit Klugheit verbindet sich Moral. Die kann ich bei ihr nicht (mehr) erkennen", so Peuckmann in seinem Post.

Lehrer will Petry nicht mehr treffen

Der ehemalige Klassenlehrer macht keinen Hehl daraus, dass er von dem Weg seiner mittlerweile prominenten Schülerin enttäuscht ist. "Als Lehrer sollte man nichts, schon gar nichts Negatives über seine ehemaligen Schüler kundtun. Manchmal geht es aber nicht anders", beginnt er desillusioniert seinen Eintrag in dem sozialen Netzwerk und schließt mit den Sätzen: "Ich freue mich immer, wenn ich ehemalige Schüler treffe, wenn sie mir berichten, wie es weitergegangen ist mit ihnen. Und sie, merke ich, freuen sich auch, wenn sie mich treffen. Jemanden wie Frauke mit so einem Menschenbild und mit plumper Verdrehung der Wahrheit möchte ich denn doch nicht mehr treffen. Das widerspricht allem, für das ich (auch in meiner Literatur) stehe."

Der Eintrag sorgt für große Aufmerksamkeit: Innerhalb eines Tages wurde er mehr als 2200 mal geteilt und über 700 mal kommentiert.

mat

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