Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Netzwelt Facebook und Instagram zeigen Nutzungsdauer an
Nachrichten Medien Netzwelt Facebook und Instagram zeigen Nutzungsdauer an
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:34 02.08.2018
Facebook und Instagram versprechen besseres Zeit-Management. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Menlo Park

Nutzer von Facebook und Instagram können in Zukunft besser kontrollieren, wie viel Zeit sie in den Netzwerken verbringen. So wird ihnen über die Menüfunktion sowohl die durchschnittliche Nutzungsdauer der vergangenen Woche, als auch die tägliche Zeit pro Gerät angezeigt, wie die beiden Plattformen mitteilten. Darüber hinaus können User angeben, wie lange sie täglich aktiv sein wollen. Wird diese selbstgesetzte Grenze erreicht, werden sie beispielsweise per Nachricht informiert.

Das neue Feature werde in den kommenden Wochen für jeden verfügbar sein, hieß es bei einem gemeinsamen Pressegespräch der beiden Plattformen. „Unser Ziel mit diesen Tools ist, die Leute dazu zu befähigen, achtsam und bewusste Entscheidungen darüber zu fällen, wie viel Zeit sie auf Instagram und Facebook verbringen“, sagte Instagram-Manager Ameet Ranadive. Gibt es denn Befürchtungen, dass die Nutzungsdauer durch die neue Kontrollfunktion zurückgeht? Es gehe vielmehr darum, dass die User ihre Zeit bei den Netzwerken sinnvoll gestalteten, hieß es.

Google und Apple arbeiten an ähnlichen Funktionen

Der Facebook-Konzern reagiert mit den neuen Tools auf eine Debatte in den USA und anderen Ländern, in der die Folgen einer übermäßigen Nutzung von Sozialen Medien und Smartphones thematisiert wird. Google und Apple, die Anbieter der beiden führenden Smartphone-Plattformen Android und iOS, hatten im Frühsommer bereits ähnliche Funktionen vorgestellt.

Auf Facebook hatte sich schon Ende des vergangenen Jahres die durchschnittliche Nutzungszeit reduziert, nachdem dort durch einen Algorithmus-Wechsel weniger viral verbreitete Videos gezeigt worden waren. Zum Strategiewechsel des Konzerns gehört auch, dass die User weniger Nachrichten und Inhalte von Facebook-Seiten zu sehen bekommen und stattdessen mehr Beiträge von Freunden und Verwandten. „Den Menschen dabei zu helfen, sich zu vernetzen, ist wichtiger, als die Nutzungszeit zu verlängern“, sagte Facebook-Chef Mark Zuckerberg damals. Das sei auf lange Sicht auch gut für das Unternehmen.

Von dpa/RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Präsident des Branchenverbands Bitkom, Achim Berg, fordert mehr Tempo bei der Digitalisierung der deutschen Verwaltungen. Aus heutiger Perspektive seien manche Vorgänge steinzeitlich, sagt er im Interview.

02.08.2018

Wladimir Putin sitzt am Klavier und spielt Popsongs von Britney Spears und Ed Sheeran: Mit solchen Videos hatte das Internet im letzten Jahr riesigen Spaß. Jetzt feiert das Phänomen ein Comeback.

01.08.2018

Zwei seiner „Pranks“ kommen den YouTuber Leon Machère teuer zu stehen: Der Hamburger soll 37.500 Euro für die Scherz-Videos bezahlen. Das entschied das Amtsgericht Hamburg. Zur Verhandlung erschien Leon Machère nicht.

01.08.2018