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Nach Anzeige: Aufruf zum Lautrülpsen

Flashmob in Wien Nach Anzeige: Aufruf zum Lautrülpsen

Irrsinn oder originelle Idee? Wien schmunzelt über eine Aktion, die für Samstag am Praterstern angesetzt ist. Auf Facebook wird derzeit zum Lautrülps-Flashmob aufgerufen - als Reaktion auf die Anzeige eines Polizeibeamten, der sich vom lauten Aufstoßen allzu sehr belästigt gefühlt hatte.

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Auf Facebook rufen die Veranstalter zum Lautrülps-Flashmob auf.

Quelle: Facebook Screenshot

Wien . Eine Strafanzeige wegen eines zu lauten Rülpsers sorgt in Wien für Aufregung. Weil er nach dem Verzehr eines Döners in Hörweite eines Polizisten zu laut aufgestoßen hat, muss ein 27-jähriger Mann 70 Euro Buße wegen der Verletzung des öffentlichen Anstands, Paragraph 1 des Wiener Landessicherheitsgesetzes, zahlen. Die Wiener Polizei bestätigte am Dienstag den Vorfall, der schon Anfang des Monats stattgefunden hat und seitdem in Sozialen Netzwerken heftig diskutiert wird.

Der Barkeeper nimmt es mit Humor und lädt nun am Samstag zum "LautRülps-Flashmob" in Wien ein. Auf Facebook hatten bis Dienstagvormittag etwa 140 Menschen ihr Kommen zur Veranstaltung mit dem Motto "Gegen den öffentlichen Anstand... für die Befreiung der Magengase..." angekündigt. 1670 Einladungen waren verschickt worden. Die Aufregung unter den Teilnehmern ist bereits groß: "Gibt es denn schon eine Choreografie für Sa? Ich wäre ja für gemeinschaftlich Rülpsen alle 10min (nur um den Schalldruck zu erhöhen)", schreibt ein User mit dem Namen Meks Rules. Userin Ivana Martinivic legt sogar noch eins drauf: "Meine mutter lässt fragen obs fürs laute furzen auch strafen gibt."

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Auch ein erster Sponsor hat sich für die Aktion gefunden: Der Wiener Würstelstand "Zum scharfen Rene" wird die Versorgung der Demonstranten übernehmen und sich so solidarisch mit dem Beschuldigten zeigen. Anzeigen wird es für die Teilnehmer laut Polizei nur geben, wenn eine Anstandsverletzung vorliegt und etwa einem Polizisten direkt ins Gesicht gerülpst wird.

In Deutschland kann einem Vergleichbares offenbar nicht passieren: "Sich unanständig zu verhalten und gegen Benimmregeln zu verstoßen, ist in Deutschland nicht strafbar", so Professor Dr. Rainer Hamm vom Deutschen Anwaltverein gegenüber dem "Berliner Kurier".

dpa/caro

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