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Netz lacht über "Sanifair"-Werbespot

Fremdschämen auf dem Autobahnklo Netz lacht über "Sanifair"-Werbespot

Amelie hopst mit ihrem Kuscheltierelefanten "Rüssel" durch ein Autobahnklo, im Hintergrund läuft Musik aus einem Rosamunde-Pilcher-Film, und alles ist voller Magie und Zauber. Die Toilettenbetreiber "Sanifair" hat ein Werbevideo veröffentlicht, welches das Netz einhellig zum Fremdschämen findet.

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Amelie auf Entdeckungstour in der Rasthoftoilette: Über den "Sanifair"-Spot lacht das Netz.

Quelle: Screenshot Youtube

Hannover. Offensichtlich haben Toilettenanlagen in Autobahnraststätten und Bahnhöfen ein Imageproblem. Sie haben kein Flair, keine Magie, kurz: Sie sind kein Sehnsuchtsort. Das will der Toilettenbetreiber "Sanifair" offensichtlich ändern und hat einen Werbespot veröffentlicht, über den nun das Netz lacht.

Protagonistin des Spots ist ein Mädchen namens Amelie, die mit ihrem Kuscheltierelefanten "Rüssel" im Schlepptau die Wunderwelt des Klos erkundet. Im Hintergrund läuft Klaviergeklimper, das im Betrachter wohl den Zauber eines Rosamunde-Pilcher-Films erwecken soll. Und so ist auch Amelie voll des Staunens: über die Toilettenräume ("Oh, ist das schön!"), die Spülung per Bewegungsmelder ("Was jetzt passiert, ist reine Magie") und die Schaumseife ("Mh, das riecht frisch!"). Eigentlich wartet man nur darauf, das ein Einhorn um die Ecke kommt, oder ein Delfin aus der Schüssel gluckst.

Es ist wohl alleine schon eine Leistung, den zweieinhalbminütigen Spot bis zum Ende zu schauen. So zumindest sind die unzähligen hämischen Kommentare zu deuten, die in den sozialen Netzwerken kursieren. Einhellige Meinung: Der Werbefilm ist ein Griff ins Klo. Fremdschämen par Excellence. Und zu allem Überfluss heißt die Agentur, die dahinter steht, auch noch Pie Five.

"Sanifair" ist bereits das zweite Unternehmen, das in dieser Woche auf dem Glatteis der Netzcommunity ausgerutscht ist. AirBnB, eine Internetplattform für private Urlaubsunterkünfte, machte den Anfang. Seine neue Kampagne trägt den Titel "Is ManKind?", das man wahlweise mit "Ist die Menschheit?" und "Ist der Mensch freundlich?" übersetzen kann. In den letzten Tagen veröffentlichte AirBnB dazu mehrere Tweets, die viele Twitterer "gruselig" empfanden.

Auch hier kam die Werbebotschaft nicht an: Eigentlich sollte es wohl um eine Kultur der Gastfreundschaft gehen. Viele Twitterer fühlen sich bei den Inhalten wohl eher an einen Horrorfilm erinnert.

aks

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