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Glück für Bettina Wulff: Google muss Autocomplete-Funktion einschränken
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Klage vor Bundesgerichtshof Glück für Bettina Wulff: Google muss Autocomplete-Funktion einschränken

Mit seiner Klage gegen den Internetkonzern Google hat ein Unternehmer vor (BGH) einen Sieg errungen. Suchmaschinen müssen demnach Wortkombinationen aus ihrer automatischen Vervollständigung streichen, wenn sie erfahren, dass diese Persönlichkeitsrechte verletzen. Denn auch durch automatische Ergänzungen könnten die Rechte von Personen verletzt werden, entschied der BGH in einem am Dienstag verkündeten Urteil.

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Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs müssen Suchmaschinen Wortkombinationen aus ihrer automatischen Vervollständigung streichen, wenn sie erfahren, dass diese Persönlichkeitsrechte verletzen.

Quelle: dpa

Karlsruhe. Die BGH-Richter hoben damit ein anderslautendes Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Köln auf. Dort muss der Fall nun zum Teil neu verhandelt werden. Der Firmengründer hatte Google verklagt, weil die Suchmaschine seinen Namen automatisch um die Begriffe "Scientology" und "Betrug" ergänzte. Google hat seit 2009 die Funktion der automatischen Vervollständigung (Autocomplete) in seine Suchmaschine integriert. Dabei werden Suchbegriffe noch während der Eingabe automatisch um weitere Vorschläge vervollständigt.

Das Urteil hat auch Auswirkungen auf die Klage von Bettina Wulff gegen Google. Wulff hatte den Internetkonzern verklagt, da durch die automatische Vervollständigung ihr Name mit Begriffen wie "Prostituierte" oder "Escort" ergänzt worden war. Die ehemalige Gattin des Ex-Bundespräsidenten Christian Wulff hatte jedoch den ursprünglich für den 26. April anberaumten Gerichtstermin verschieben lassen, um das jetzige Urteil des BGH abzuwarten.

Google hat nach eigenen Angaben in Deutschland mehrere Verfahren zum Thema Autoergänzung gewonnen. Der Internet-Konzern hatte stets argumentiert, Google nehme keinen Einfluss auf die Suchbegriffe. Die Autovervollständigungs-Funktion bei einer Suche spiegele nur die tatsächlichen Suchanfragen der Nutzer wider. Ähnliche Verfahren gegen Google in Deutschland habe das Unternehmen alle gewonnen.

dpa/jos

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Google muss Wortkombinationen aus ihrer automatischen Vervollständigung streichen, wenn Persönlichkeitsrechte verletzt werden.

Muss der Einzelne beleidigende Vorschläge in Suchmaschinen dulden? Nein, urteilte der Bundesgerichtshof (BGH). Er gab damit der Klage eines Unternehmers gegen Google recht.

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