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Netzwelt Dieses Mal kein Preis für Jan Böhmermann
Nachrichten Medien Netzwelt Dieses Mal kein Preis für Jan Böhmermann
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22:46 24.06.2016
Mehrere Webangebote sind mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet worden. Der ebenfalls nominierten ZDF-Satiriker Jan Böhmermann ging leer aus. Quelle: Britta Pedersen/dpa
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Der undotierte Grimme Online Award zeichnet seit 2001 deutsche Online-Angebote aus. Er gilt als wichtigster deutscher Preis für qualitativ hochwertige Internetangebote. Für die insgesamt acht Preise waren diesmal 28 Webangebote in vier Kategorien nominiert.

Zu den Preisträgern am Freitag gehören (die gesamte Liste mit der Begründung der Jury finden Sie hier):

  • Der Twitter-Account "Straßengezwitscher", mit dem zwei Dresdner über rechte Demos und Angriffe auf Flüchtlingsheime informieren. Seit dem vergangenen Sommer gab es über 5000 Tweets.
  • Das Portal "dekoder", das ausgewählte Recherchen, Reportagen und Projekte aus unabhängigen russischen Medien ins Deutsche übersetzt. Nach Meinung der Jury trägt das Portal damit dazu bei, "eine echte Aufmerksamkeits- und Wissenslücke in der hiesigen Öffentlichkeit zu schließen".
  • Das Multimedia-Special "Trappeto-Solingen-Trappeto... und zurück". Es wurde dafür ausgezeichnet, dass es eine Familiengeschichte aus der ersten Generation italienischer "Gastarbeiter" mit der Gegenwart verbindet. Die Produktion von Deutschlandradio Kultur sei "ein hervorragendes Beispiel für multimediales Storytelling im Dienste einer vielschichtigen Sozialreportage", lobte die Jury.
  • Der Blog "makellosmag". Der Macherin Corinne Luca gelinge hier eine ironische Brechung der Themen klassischer Frauenmagazin, lobte die Jury. "Feminismus durch die Hintertür."
  • Die Künstlerin Barbara. Sie hinterlässt im öffentlichen Raum Kommentare, zum Beispiel auf Plakaten oder Verkehrsschildern, und postet sie bei Facebook. "Charmant, subtil, schon fast poetisch", urteilte die Jury.

ZDF-Satiriker Jan Böhmermann hatte im Frühjahr den Grimme-Preis für seine Satire "Varoufake" im "Neo Magazin Royale" gewonnen. "Für eine Nacht hat Jan Böhmermann die Medienrepublik in Aufruhr versetzt", schrieb die Jury in ihrer Begründung.

Der Moderator wurde anschließend auch für den Grimme Online Award nominiert. Die Jury würdigte damit Böhmermanns "persönliche Leistung" im Internet  und "das Bespielen seiner nahtlos verzahnten Online-Präsenz". Einen Preis erhielt er am Freitag aber nicht.

dpa/RND/wer

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