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Netzwelt Zu langsames Internet: Provider sollen Strafe zahlen
Nachrichten Medien Netzwelt Zu langsames Internet: Provider sollen Strafe zahlen
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16:24 27.05.2016
Die Grünen fordern: Internetanbieter sollen ein Bußgeld oder Schadenersatz zahlen, wenn der von ihnen angebotene Internetzugang nicht so schnell ist wie versprochen. Quelle: dpa
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Berlin

Nach dem Willen der Grünen sollen Internetanbieter dazu verpflichtet werden, mindestens 90 Prozent der von ihnen beworbenen Internetgeschwindigkeiten auch zu liefern. "Wenn es zu wesentlichen Abweichungen kommt, fordern wir Bußgelder und Schadenersatzansprüche", erklärte die Grünen-Abgeordnete Tabea Rößner in einer Mitteilung. Aufgrund einer neuen Verordnung der EU sei es möglich, bestimmte Mindestvorgaben für die Qualität eines Internetzugangs festzulegen.

Grünen kritisieren "Mogelpackungen"

Die Grünen verwiesen auf eine Untersuchung der Bundesnetzagentur für das Jahr 2013, derzufolge nur knapp 16 Prozent aller Internetnutzer die versprochene Bandbreite voll ausschöpfen konnten. Gut 77 Prozent kamen demnach auf mindestens die Hälfte der in Aussicht gestellten Übertragungsgeschwindigkeit. "Internetanbieter sollen verpflichtet werden, künftig mindestens 90 Prozent der von ihnen beworbenen Internetgeschwindigkeiten auch zu liefern", kündigte Rößner. Einen entsprechenden Antrag haben die Grünen in den Bundestag eingebracht.

Verträge mit den Anbietern seien häufig "Mogelpackungen", bei denen die angegebene Maximalgeschwindigkeit durch ein kleingedrucktes "bis zu" ergänzt werde, kritisierte Rößner in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Wenn ich aber für 50 Megabit in der Sekunde zahle, will ich das auch bekommen. Wie würde wohl der Anbieter reagieren, wenn ich im Gegenzug nur 'bis zu' 100 Prozent meiner Telefonrechnung bezahle?"

afp/RND/wer

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