Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Hacker-Angriff auf den Zoll

Cyber-Kriminalität Hacker-Angriff auf den Zoll

Der Zoll ist Opfer eines Hacker-Angriffs geworden. Das teilte die Bundespolizei am Freitag mit. Die Gruppe „No-Name Crew“ drang in mindestens einen Server der Behörde ein und stahl nach eigenen Angaben Daten.

Voriger Artikel
Der Kampf der Giganten ums „soziale Internet“
Nächster Artikel
Hacker kommen an Bankdaten von zehntausenden Kunden

Ohne Grenzen: Hacker drangen beim Deutschen Zoll ein und klauten Daten, die sie später auf ihrer Internetseite veröffentlichten.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Potsdam. Diese veröffentlichte sie in der Nacht zu Freitag auf ihrer Website nn-crew.cc. Darunter sind auch Informationen der Bundespolizei, die dem Zoll zur Verfügung gestellt worden waren. „Nach Analyse des Bundespolizeipräsidiums sind keine Einsatzdaten der Bundespolizei oder des Bundeskriminalamtes veröffentlicht worden“, betonte eine Sprecherin der Behörde in Potsdam.

Über das Ausmaß des Schadens gibt es unterschiedliche Angaben. Die Bundespolizei sprach am Freitag davon, dass die veröffentlichten Daten nach bisherigen Erkenntnissen von einem Server des Zolls stammen. Auf diesem hätten sich Informationen der Polizei befunden, die im Rahmen des Geodatensystems „PATRAS“ der Behörde zu Verfügung gestellt worden waren, so eine Sprecherin. Die Gruppe No-Name Crew behauptet auf ihrer Website, „sämtliche Daten einiger Server der Bundespolizei“ veröffentlicht zu haben. Am Freitagvormittag war die Website zunächst nicht mehr zu erreichen.

Nach Angaben der Bundespolizei wurde der „PATRAS“-Server abgeschaltet und alle Nutzer wurden gewarnt. Die Behörden wollen nun prüfen, welche Daten genau veröffentlicht wurden und ob es kritische Informationsinhalte gibt. Zudem stehe eine Analyse des Vorfalls mit dem Nationalen Cyber-Abwehrzentrum an. „Außerdem prüfen wir in unserem Bereich, ob ein derartiger Angriff auch auf unsere Daten möglich gewesen wäre und weitere Sicherheitsmaßnahmen nötig sind“, sagte die Sprecherin.

Die „No-Name Crew“ hatte bereits Ende Mai rund 25 Websites der rechtsextremen NPD gehackt und anschließend sensible Informationen über die Partei auf ihrer Website veröffentlicht, darunter angeblich die Namen von Spendern. Im Juni verschaffte sich die Gruppe Zugang zu einem Händlerportal des Computerspieleherstellers Ubisoft und stellte zahlreiche Datensätze ins Netz.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Westermann-Verlag
Hacker haben den Westermann-Verlag attackiert.

Zehntausende Internet-Kunden des Schulbuchverlags Westermann sind Opfer eines Hackerangriffs geworden. Von Russland aus seien Kundendaten mit Bankverbindungen kopiert worden, teilte Verlagssprecher Rainer Westermann am Freitag in Braunschweig mit.

mehr
Mehr aus Netzwelt
Augenblicke: Bilder aus Hannover und der Welt

Klicken Sie sich durch spektakuläre Fotos – ausgewählt von der HAZ-Redaktion.

Die Karikatur des Tages

So sehen unsere Karikaturisten die Welt.