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Hacker knacken Webseite von Murdoch-Zeitung "The Sun"

Cyberattacke Hacker knacken Webseite von Murdoch-Zeitung "The Sun"

Hacker haben die Internetseite der britischen Zeitung "The Sun" geknackt. In einer Falschmeldungen verkündeten sie anschließend den Tod des Medienmoguls und Zeitungsbesitzers Rupert Murdoch. Zu der Attacke bekannte sich die Gruppe LulzSec, die weitere Aktionen ankündigte.

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Foto: "Leiche von Medienmogul gefunden": Diese Falschmeldung platzierten die Hacker auf der Webseite der "Sun".

Quelle: HAZ

Die Hackergruppe LulzSec hat sich mit einer spektakulären Aktion zurückgemeldet: In der Nacht zu Dienstag knackten die Cyberaktivisten die Internetseite der zum Murdoch-Konzern gehörenden Zeitung "The Sun" und veröffentlichten dort eine Falschmeldungen über den Tod des Medienmoguls. Rupert Murdoch sei tot im Garten seines Hauses gefunden wurden, war auf der Startseite der "Sun" zu lesen. Besucher der Seite wurde dann direkt auf den Twitter-Account von LulzSec umgeleitet, wo sich die Gruppe zu dem Angriff bekannte. "Wir kämpfen gerade mit dem Administrator der Sun – ich glaube, Sie verlieren", schrieben die Hacker in dem Kurznachrichtendienst und kündigten weitere Aktionen an.

Weitere Hacker veröffentlichten bei Twitter zudem die Telefonnumern sowie Mailadressen und Passwörter mehrerer "Sun"-Journalisten, darunter auch die der Murdoch-Vertrauten Rebekah Brooks. Brooks war bis Freitag die Chefin der britischen Zeitungssparte von Murdochs Konzern News Corp und wurde zwischenzeitlich festgenommen. Sie war auch jahrelang Chefredakteurin des Blattes "News of the World", dessen Journalisten unter anderem Verbrechensopfer abgehört haben sollen. Insgesamt wurden bislang zehn Redakteure festgenommen und gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt.

Nach einer beispiellosen Serie von Angriffen aus dem Internet hat LulzSec Ende Juni seine eigene Auflösung erklärt. Die Hackergruppe veröffentlichte damals vertrauliche Datenbestände von Firmen und Behörden und verband dies mit der Mitteilung: "Dies ist unsere letzte Ausgabe." Die Gruppe war zunehmend unter den Druck internationaler Fahnder geraten und wurde auch innerhalb der Hackerszene scharf kritisiert. So lieferte sich LulzSec zeitweise einen Kleinkrieg mit dem Hackerkollektiv Anonymous, bis beide Gruppen Frieden schlossen und zu gemeinsamen Angriffen aufriefen. Auch diesmal betonte LulzSec via Twitter, dass die Aktion nicht von Anonymous initiiert worden sei. Der Grund für die Rückkehr sei das Verhalten von Rupert Murdoch gewesen: "Wir konnten nicht einfach mit einem Wein daneben sitzen", schrieben die Aktivisten via Twitter.

frs/dpa

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