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Sonnenbrand als Tattoo ist voll im Trend

Hautärzte warnen Sonnenbrand als Tattoo ist voll im Trend

Blumen, Batman und sogar die Mona Lisa: Menschen brennen sich mit Schablonen Muster auf die Haut und nennen das Sunburnart. Online sind die Sonnenbrandbilder ein Trend - ein äußerst gefährlicher, wie Hautärzte finden.

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Batman auf der Brust: Dieser junge Mann präsentiert auf Twitter seine "Sunburnart".

Quelle: Twitter/CBS News

Hannover. Viele Menschen finden Tattoos mittlerweile schön, haben aber Hemmungen, die Haut für ein ganzes Leben zu zeichnen. Eine Handvoll verrückter Sonnenanbeter hat sich deswegen einen verrückten Trend ausgedacht: Sie legen sich Schablonen auf die Haut und lassen die Sonne ihre Arbeit tun - natürlich weitgehend ohne Sonnenschutz.

Das Ergebnis sind eine ganze Reihe aberwitziger Bilder, die sich derzeit in Instagram und Twitter verbreiten. Auf der rotverbrannten Brust eines jungen Mannes prangt ein weißes Batman-Zeichen, ein anderer hat sich sogar die Mona Lisa auf den Oberkörper gebrannt. Eine junge Frau trägt eine weiße Blüte auf der Schulter, eine andere ein Herz auf dem Hüftknochen. Sunburnart ist der Trend getauft worden. In kürzester Zeit hat sich jedoch eine Gegenbewegung formiert: Hautärzte schlagen Alarm. "Dieser Schönheitstrend könnte ihr Leben kosten", warnt eine Dermatologin auf Twitter.

"Das ist mit hautärztlicher Vernunft nicht begreifbar", sagt Wolfgang Lensing, Vorsitzender des Berufsverbandes der deutschen Dermatologen in Niedersachsen. Sunburnart kennt er zur Genüge, allerdings eher in der ungeplanten Form. Vor allem im Sommer kommen viele Patienten, die sich schmerzhaft verbrannt haben. Bedrohlich sei ein solcher Trend vor allem angesichts der drastisch angestiegenen Hautkrebserkrankungen, sagt Lensing. In den kommenden 20 Jahren erwarten Dermatologen einen Anstieg um mehr als 250 Prozent. Bereits jetzt kämen Fälle weißen Hautkrebses, der jahrelang wenig Beachtung gefunden hat, öfter vor als alle anderen Krebsarten zusammen, sagt Lensing.

"Durch den Klimawandel steigt die UVB-Strahlung hierzulande", erklärt der Dermatologe. In der prallen Mittagshitze könnten Menschen mit den hellen Hauttypen 1 und 2 nicht länger als 25 bis 30 Minuten ungeschützt in der Sonne bleiben. Egal ob rot oder braun, immer wenn sich die Haut durch ein "Sonnenbad"verfärbt, hängt das mit einer Schädigung zusammen. "Es ist eine unbequeme Botschaft: Schonende Bräune ist wie leberfreundlicher Schnapps, ein völliger Widerspruch", mahnt der Arzt.

aks

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