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Hermes-Bote nach Hasspost entlassen

26-Jähriger kommentierte Tod von Aylan Kurdi Hermes-Bote nach Hasspost entlassen

"Wir trauern nicht, sondern wir feiern es", postet ein 26-Jähriger bei Facebook als Reaktion auf den Tod von Aylan Kurdi im Mittelmeer. Neben einer Hausdurchsuchung hat der Kommentar nun weitere Konsequenzen für ihn: Der Mann hat seinen Job als Hermes-Bote verloren.

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Das Hass-Posting des 26-jährigen Berliners Benjamin Sch. zieht weitere Konsequenzen nach sich.

Quelle: Uwe Zucchi

Hannover. Das Hass-Posting des 26-jährigen Berliners Benjamin Sch. zieht weitere Konsequenzen nach sich. Laut eines Berichts des NDR haben sich seine Arbeitgeber von ihm getrennt. Eine Zeitarbeitsfirma hatte ihn Ende August an ein Berliner Logistikunternehmen vermittelt, das im Auftrag des Hermes EinrichtungsService Großstücke wie Kühlschränke zu Privatkunden fährt, sagte Hermes-Unternehmenssprecher Martin Frommhold dem NDR.

Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung, der den Mann in Hermes-Arbeitskleidung zeigt, distanzierten sich nun die Verantwortlichen. "Wer die hier fixierten Werte nicht respektiert, muss mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen rechnen", sagt Frommhold. Konkret heißt das: Sch. wird nicht mehr für Hermes arbeiten. Auch die Zeitarbeitsfirma hat mitgeteilt, den 26-Jährigen nicht weiter beschäftigen zu wollen. 

Der Mann hatte sich auf der von ihm betriebenen Facebook-Seite "Berlin wehrt sich" abfällig über den Tod des dreijährigen Flüchtlingsjungen Aylan Kurdi geäußert. Als daraufhin hunderte Anzeigen bei der Polizei eingingen, wurde die Staatsanwaltschaft aufmerksam und durchsuchte die Wohnung des 26-Jährigen.

are/aks

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