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18:29 06.04.2016
Razzia gegen kriminelle Hacker: Die 170 Tatverdächtigen sollen dabei geholfen haben, Bankdaten und Passwörter von Internetnutzern auszuspionieren. Quelle: Oliver Berg/dpa
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Koblenz

Bundesweit wurden am Dienstag die Wohnungen und Firmenräume von 170 Tatverdächtigen durchsucht, wie die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz am Mittwoch mitteilte. Mehr als 300 Computer und Datenträger seien beschlagnahmt worden. Der 22 Jahre alte Hauptverdächtige sei festgenommen worden. Er stammt aus dem Norden von Rheinland-Pfalz.

Die Generalstaatsanwaltschaft wirft den Tatverdächtigen vor, dass sie als Hacker anderen Internetkriminellen ihre Dienste angeboten haben. Sie sollen unter anderem eine Software entwickelt haben, mit der Viren, Trojaner und andere Schadsoftware tarnen ließen und für Antivirenprogramme unsichtbar wurden. Dadurch hätten die Internetkriminellen Daten wie Passwörter und Bankdaten ausspionieren können. Genauso seien aber auch Betrug und Erpressung möglich gewesen. "Dem Zugriff auf private und sensible Daten einer Vielzahl ahnungsloser Bürgerinnen und Bürger war Tür und Tor geöffnet", teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit.

Gleichzeitig wurden auch Räume in den Niederlanden, Luxemburg, Frankreich und Kanada durchsucht, wie die Generalstaatsanwaltschaft erklärte. An der internationalen Razzia waren fast 700 Polizisten und drei Staatsanwälte beteiligt. Nähere Informationen wollen die Ermittler am Donnerstag mitteilen.

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