Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Netzwelt Kartellwächter nehmen Googles Internetsuche ins Visier
Nachrichten Medien Netzwelt Kartellwächter nehmen Googles Internetsuche ins Visier
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:35 11.08.2011
Googles Internetsuche steht offenbar im Mittelpunkt des Interesses der Wettbewerbshüter. Quelle: dpa
Anzeige
New York

Die amerikanischen Wettbewerbshüter haben bei ihrer Untersuchung des Internet-Riesen Google laut einem Zeitungsbericht Schlüsselbereiche wie das Geschäft mit der Internetsuche und das Betriebssystem Android im Visier. Unter anderem gingen sie der Frage nach, ob Google Hersteller von Android-Smartphones von einer Zusammenarbeit mit Konkurrenten abhalte, berichtete das „Wall Street Journal“ am Donnerstag unter Berufung auf informierte Personen.

Außerdem prüften die Mitarbeiter der Handelsbehörde FTC Vorwürfe, wonach Google in den Suchergebnissen eigene Dienste bevorzuge und in seinen Angeboten auf unfaire Weise von Konkurrenten gesammelte Informationen verwende, etwa Bewertungen von Restaurants oder Geschäften.

Die FTC hatte die offizielle Überprüfung des Google-Geschäfts Ende Juni gestartet. Die genauen Ansatzpunkte wurden damals nicht bekannt. Weithin wurde vermutet, dass es um die Frage geht, ob der Konzern seine Vormachtstellung bei der Internetsuche gegen Rivalen ausnutzt. Google weist die Vorwürfe von Konkurrenten zurück.

Kartellverfahren könnte für Google gefährlich werden

Schon seit Monaten kursierten Medienberichte, wonach Googles Kerngeschäft mit der Internetsuche im Mittelpunkt des Interesses der Wettbewerbshüter stehe. Sollte die Untersuchung in einem Kartellverfahren münden, könnte es für den Internet-Konzern gefährlich werden. Denn in diesem Geschäft scheffelt Google bis heute den Großteil seiner Milliardengewinne. Der Konzern verkauft Anzeigen passend zu den Suchergebnissen - mögliche Auflagen könnten das Unternehmen also Geld kosten.

In den USA laufen mehr als 60 Prozent des Internet-Suchanfragen über Google, in einzelnen Teilen Europas sind es sogar 90 Prozent. In diesen Regionen ist Microsofts Suchmaschine Bing die einzig verbliebene relevante Konkurrenz. Die EU-Kommission hat deshalb bereits Ende vergangenen Jahres eine eigene Untersuchung eingeleitet, nachdem sich Rivalen über ihrer Ansicht nach unlautere Geschäftsmethoden beschwert hatten - darunter auch Microsoft.

jhe/dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Unbekannte haben im Namen der Hackergruppe Anonymous einen Aufruf zu einer Attacke auf Facebook verbreitet. Der Sprecher in dem Video begründete die Drohung damit, dass das Soziale Netzwerk die Privatsphäre seiner Mitglieder nicht respektiere.

10.08.2011

Zelten mit dem Chaos Computer Club: Tausende Technikfans aus aller Welt campieren tagelang auf einem ehemaligen sowjetischen Flugplatz in Brandenburg. Aktuelle Netzthemen stehen auf der Tagesordnung.

09.08.2011
Netzwelt Anonymität im Netz - Die Freiheit der Namenlosen

Mit seinem Vorstoß gegen Anonymität im Internet zieht Innenminister Friedrich die Kritik der Opposition auf sich – und den Hohn der Netzgemeinde.

08.08.2011
Anzeige