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"Ihr seid zum Kotzen"

Katrin Göring-Eckardt liest Hass-Postings "Ihr seid zum Kotzen"

Unter dem Hashtag "#NoHateSpeech" entfaltet sich auf Twitter eine Debatte um Hass-Postings in den sozialen Netzwerken. Angestoßen wurde die Aktion von einem YouTube-Video der Grünen-Co-Vorsitzenden Katrin Göring-Eckardt, in dem sie gegen sie gerichtete Kommentare vorliest.

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Die Co-Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, geht gegen fremdenfeindliche Einträge in sozialen Medien vor.

Quelle: Screenshot/YouTube

Berlin. Mit einer ungewöhnlichen Aktion geht die Co-Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, gegen fremdenfeindliche Einträge in sozialen Medien vor. In einem am Freitag veröffentlichten Video-Beitrag verliest Göring-Eckardt Hasskommentare, die an sie gerichtet sind: "Ihr seid zum Kotzen", lautet einer der Kommentare. „Das ist Dreck, der gehört in die Mülltonne“, sagte sie dazu. Dieser Dreck sporne sie aber an, sie werde sich nicht klein kriegen lassen.

Die Aktion sei stellvertretend auch für viele Flüchtlingshelfer, die sich öffentlich nicht wehren könnten, sagte Göring-Eckardt in dem Youtube-Video. Sie forderte Facebook auf, gegen fremdenfeindliche Einträge vorzugehen und mahnte das Online-Netzwerk: „Sorgt endlich dafür, dass solcher Hass, dass solcher Dreck nicht mehr auf den Seiten von Facebook steht.“ Solche Einträge müssten gelöscht werden.

Entsprechende Forderungen hatte auch Justizminister Heiko Maas (SPD) gegenüber Facebook erhoben. Für diesen Montag ist ein Gespräch zwischen Maas und Facebook-Managern geplant.

„Von dem Treffen zwischen Heiko Maas und Facebook erwarte ich mir leider nicht viel“, sagte Göring-Eckardt auf Anfrage. Deshalb müsse der Druck auf Facebook jetzt erhöht werden.“ Wer Beleidigungen und Volksverhetzung finde, sollte die Datenschutzbeauftragten in den Bundesländern informieren und Strafanzeige erstatten. Es gelte die Meinungsfreiheit. „Die hat aber ihre Grenzen, wenn zu Gewalt gegen Personen aufgerufen oder widerliche Hetze betrieben wird.“

Göring-Eckardts Video geht auf "Hate Poetry" zurück

Die Idee, die fremdenfeindlichen Postings öffentlich zu machen, ist nicht neu. Schon seit 2012 lesen Journalisten beim "Hate Poetry" rassistische Leserbriefe vor, um auf Fremdenfeindlichkeit Aufmerksam zu machen. "Diesen Mist zu teilen, darüber zu lachen und somit dem alltäglichen Rassismus einen Vogel zu zeigen - das ist unser Begehr", heißt es auf der Facebook-Seite des Projekts.

dpa/are

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